Soziale Nöte im Landkreis Miesbach: Wenn das Budget nicht reicht
Heute ist der 7.07.2026 und in Miesbach dreht sich alles um die sozialen Angebote im Landkreis. Das Budget für die Wohlfahrtspflege wurde für dieses Jahr festgelegt und bleibt mit 324.953 Euro auf dem Niveau von 2025. Doch damit sind die Sorgen noch lange nicht beseitigt. Denn das Gesamtantragsvolumen der Wohlfahrtsverbände beläuft sich auf stolze 393.355 Euro, was die Situation nicht gerade einfacher macht. Man könnte sagen, die Kasse ist leer, aber die Bedürfnisse sind groß.
Astrid Achterberg von der Fachstelle für soziale Angelegenheiten und Senioren hat im Kreisausschuss über die Lage informiert. Neun Maßnahmenträger haben zwölf soziale Projekte beantragt, und das bewilligte Budget deckt gerade mal 82,61 % des beantragten Gesamtvolumens. In einfachen Worten: Es fehlt an Geld für wichtige soziale Dienstleistungen. Besonders ins Auge springt, dass die großen Institutionen wie Caritas und das Bayerische Rote Kreuz zwar andere Geldquellen haben, während kleinere Träger wie MaVia mehr denn je auf die Zuwendungen angewiesen sind.
Ein kritischer Blick auf die Verteilung
Elisabeth Dasch von der SPD hat in der Sitzung Bedenken geäußert – und das zu Recht. Die gerechte Verteilung der Zuwendungen steht auf der Kippe. Wenn große Organisationen bessere Unterstützung bekommen, bleibt für die kleineren Träger umso weniger übrig. MaVia wird zwar vom Sozialministerium gefördert – die Gelder des Landkreises sind hier nur ein zusätzliches Polster. Aber reicht das aus, um die Lücken zu füllen, die durch die Budgetkürzungen entstehen?
Landrat Jens Zangenfeind hat die Arbeit der Wohlfahrtsverbände gelobt, was durchaus erfreulich ist. Doch auch hier scheinen die Worte nicht ganz mit der Realität übereinzustimmen. Zuwendungen werden nur unter der Bedingung gewährt, dass Verwendungsnachweise und Sachberichte für das Vorjahr vorgelegt werden. Wenn die Antragsteller vom Zuwendungsbedarf abweichen, müssen sie das begründen und eventuell zu viel gezahlte Beträge zurückzahlen. Das klingt nach einer zusätzlichen Hürde für viele.
Fazit: Ein Balanceakt zwischen Pflicht und Notwendigkeit
Die Herausforderung für den Landkreis Miesbach liegt klar auf der Hand: Es gilt, die Pflichtaufgaben in der Wohlfahrtspflege zu erfüllen und gleichzeitig sicherzustellen, dass die erforderlichen Dienste und Einrichtungen tatsächlich zur Verfügung stehen. Die Situation ist angespannt, und die Sorgen der Träger sind spürbar. Werden die Gelder ausreichen, um die sozialen Angebote aufrechtzuerhalten? Oder müssen wir uns auf eine Zeit einstellen, in der viele Projekte nicht mehr realisierbar sind? Die nächsten Monate werden zeigen, wie sich diese schwierige Lage entwickeln wird.
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