Heute ist ein ganz besonderer Tag in Miesbach. In der ehrwürdigen Stadtpfarrkirche fanden sich zahlreiche Gläubige ein, um einen feierlichen Anlass zu würdigen: 24 Laien wurden als Gottesdienstbeauftragte in ihren Dienst aufgenommen. Ein bewegender Moment, der die Gemeinschaft spürbar zusammenbrachte. Acht dieser neuen Gesichter kommen direkt aus unserem Dekanat Miesbach. Das zeigt: Hier sind Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und die spirituelle Begleitung in der Gemeinde zu gestalten.

Dekan Michael Mannhardt, ein fester Anker in der Gemeinde, machte in seiner Ansprache deutlich, dass Wortgottesdienste keineswegs als minderwertig gelten dürfen. Sie stehen der Eucharistie in nichts nach, sind vielmehr gleichwertige Ausdrucksformen des Glaubens. Ein erfrischender Gedanke, der die Gestaltungsmöglichkeiten für die neuen Gottesdienstbeauftragten eröffnet. Diese Verantwortung können auch befähigte Laien übernehmen – welch eine Chance!

Vorbereitung und Schulung

Um auf ihre neuen Aufgaben gut vorbereitet zu sein, haben die Gottesdienstbeauftragten an einem Grundkurs und einem Praxistag teilgenommen. Dieser Kurs wurde vom Pfarrer Josef Rauffer und der engagierten Adrienne Weigl im Katholischen Bildungswerk (KBW) in Miesbach geleitet. Hier haben sie nicht nur die Theorie gelernt, sondern auch praktisch geübt. Und um die Verantwortung noch weiter zu vertiefen, mussten die Teilnehmer zusätzlich einen Lektoren- und Kommunionhelferkurs absolvieren. Ein echter Kraftakt, der zeigt, wie ernst es die neuen Beauftragten mit ihrem Engagement meinen.

Die Freiheit in der Gestaltung von Wortgottesdiensten ist ein weiterer Aspekt, den Mannhardt hervorhob. Das gibt den Beauftragten die Möglichkeit, kreativ zu werden und den Gottesdienst lebendig und ansprechend zu gestalten – ganz nach ihren eigenen Vorstellungen und dem, was die Gemeinde braucht. Ein frischer Wind, der die Kirche erblühen lässt.

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Ein diözesanweiter Gottesdienst in Miesbach

In diesem Jahr war Miesbach sogar Gastgeber eines diözesanweiten Gottesdienstes. Ein wahrhaftiger Höhepunkt, der die Bedeutung der Stadt im kirchlichen Leben unterstreicht. Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg hielt die Predigt und betonte, dass die Bibel nicht einfach als eine Ansammlung von Sprüchen betrachtet werden sollte. Vielmehr soll das Wort Gottes die Verkündigung leiten – ein eindringlicher Aufruf, der zum Nachdenken anregt.

In dieser besonderen Atmosphäre der Gemeinschaft und des Glaubens wurden die neuen Gottesdienstbeauftragten nicht nur in ihren Dienst eingeführt, sondern auch in ihre Rolle als Brücke zwischen den Menschen und Gott. Die Vorfreude auf die kommenden Wortgottesdienste ist spürbar, und man darf gespannt sein, wie sich diese engagierten Laien in der Gemeinde entfalten werden. Es ist ein Schritt in eine lebendige und vielfältige Kirchenlandschaft in Miesbach, die so viel zu bieten hat.

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