München startet seismische Messkampagne „Giga-M“ zur Erschließung von Erdwärmequellen
In München und Umgebung tut sich was – seit dem 20. August 2026 rollt die große seismische Messkampagne „Giga-M“ durch die Region. Das Ziel? Herausfinden, welches Potenzial für Erdwärmequellen im Münchner Umland schlummert! Ein ambitioniertes Projekt, das nicht nur die Stadt München selbst, sondern auch die Technische Universität München sowie das Bundeswirtschaftsministerium einbezieht. Die ersten Vibro-Trucks sind bereits unterwegs und senden Vibrationen in den Untergrund. Man fragt sich: Wie mag sich das wohl anhören? Ein bisschen wie das Rumpeln eines schweren Lkw, der über eine unebene Straße fährt – nur, dass hier die Schwingungen von Erd- und Gesteinsschichten reflektiert werden.
Die kleinen, orangefarbenen Geophone sind dabei die fleißigen Helferlein, die all diese Schwingungen aufzeichnen. Aus den gesammelten Daten soll ein großflächiges 3D-Modell des Münchner Untergrunds entstehen, das nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für die Öffentlichkeit von Interesse sein wird. Und das Beste daran: Die Daten sollen später kostenlos beim Bayerischen Landesamt für Umwelt einsehbar sein. Eine echte Win-win-Situation für alle, die sich für nachhaltige Energieversorgung interessieren!
Ein Blick unter die Oberfläche
Dass die Erdwärme aus dem Erdinneren kommt, ist bekannt. Doch wie genau kann diese Wärme genutzt werden? Bei der Tiefengeothermie wird heißes Wasser aus tieferen Schichten gefördert und über das Fernwärmenetz verteilt. Eine nachhaltige und umweltfreundliche Methode, die München in seine kommunale Wärmeplanung integriert hat. Das Ziel? Bis 2045 eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu erreichen. Im Vergleich zu Öl und Gas verursacht Erdwärme deutlich weniger CO₂ und hilft, die Abhängigkeit von Energieimporten zu verringern. Ein Schritt in die richtige Richtung, könnte man sagen!
Die Messungen finden zunächst im südlichen Landkreis München statt und werden danach in den Landkreisen Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Starnberg, Fürstenfeldbruck und Dachau fortgesetzt. Diese groß angelegte Kampagne umfasst mehr als 1.100 km² und gilt als Deutschlands größtes Landseismikprojekt. Über 50 Bohrungen im Weißjura unter dem Großraum München sind bereits aktiv und liefern rund 400 Megawatt thermische Leistung. Doch das Potenzial ist noch viel größer: Geschätzt werden über 1.000 Megawatt, die durch die 3D-Seismik besser erschlossen werden sollen!
Technik trifft auf Zukunft
Die Vibro-Trucks, die wie riesige Musikboxen durch die Landschaft rollen, sind mit absenkbaren Vibrationsplatten ausgestattet. Diese erzeugen kontrollierte seismische Wellen, die an geologischen Schichtgrenzen reflektiert werden. Geophone zeichnen das Echo auf, und aus diesen Daten wird ein detailliertes Bild der geologischen Strukturen erstellt. Kein Wunder, dass die Forschenden damit ein geologisches 3D-Modell des Untergrunds entwickeln wollen. Es soll die Planung künftiger Erschließungsbohrungen unterstützen und in ein dynamisches Bewertungsmodell für die langfristige Nutzung der Tiefengeothermie überführt werden. Ein wirklich spannendes Unterfangen!
Was aber, wenn das Ganze nicht ganz ohne Schattenseiten abläuft? Eine fundierte Planung ist wichtig, um geologische und finanzielle Risiken zu minimieren. Hier kommen auch die nicht-technischen Hürden ins Spiel, die für eine gemeinsame interkommunale Bewirtschaftung des geothermischen Feldes abgebaut werden sollen. Man sieht also, das Projekt „Giga-M“ ist nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch eine soziale.
Wenn wir einen Blick über die Grenzen Bayerns werfen, stellt man fest, dass die Tiefengeothermie in anderen Bundesländern, wie Nordrhein-Westfalen, noch in den Kinderschuhen steckt. Dort wird zwar die Geothermie gefördert, doch die ersten Heizwerke sind noch in Planung. In München hingegen wird bereits kräftig an der Umsetzung gearbeitet. Ein gutes Gefühl, wenn man sieht, wie ernst die Stadt ihre Verpflichtung als Wärmeversorger nimmt!
Es bleibt spannend, wie sich das Projekt weiterentwickeln wird. Die Messungen sollen bis Ende November abgeschlossen sein, und danach wird eine umfangreiche Datenanalyse folgen. Wie wird das 3D-Modell am Ende aussehen? Und welche neuen Erkenntnisse wird es für die Münchner Wärmeversorgung bringen? Fragen über Fragen, die hoffentlich bald beantwortet werden. Die Zukunft der Energieversorgung in der Region steht ganz im Zeichen der Erdwärme! Es könnte ein echter Gamechanger werden!
