In Miesbach tut sich was! Der Stadtrat hat kürzlich einstimmig beschlossen, in die Sicherheit der Stadt zu investieren. Sechs mobile Sperrelemente werden bald das Sicherheitskonzept für Veranstaltungen erweitern. Bisher musste die Stadt für solche Sperren tief in die Tasche greifen – 26.500 Euro wurden allein in 2025 für Mietkosten aufgebracht. Das ist ganz schön viel, wenn man bedenkt, dass die Anschaffung der neuen Sperren nur rund 130.000 Euro brutto kosten soll. Und das Beste? Nach Angaben der Verwaltung wird sich diese Investition spätestens nach fünf Jahren amortisieren.

Die neuen mobilen Elemente, die sogenannten Armis-One-Sperren, werden nicht nur zur Sicherheit bei Veranstaltungen eingesetzt, sondern auch um unbefugtes Befahren von Bereichen wie dem Volksfestplatz zu verhindern. Dort wurde bereits ein Ring aus Leitplanken installiert, und im Spätsommer kamen versenkbare Poller an den Hauptzufahrten des Marktplatzes hinzu. Das Sicherheitskonzept wird schrittweise erweitert und schützt Besucher vor möglichen Gefahren, wie etwa Amokfahrten. Doch das allein reicht nicht – man muss ja auch flexibel bleiben!

Ein cleveres System

Die Armis-One-Sperren sind echte Multitalente. Sie sind mobil, schnell aufgestellt und platzsparend transportierbar. Laut Anbieter setzen bereits mehr als 200 Städte weltweit auf dieses System. Die Sperren sind als Einzelelement zertifiziert und ermöglichen den schnellen Zugang für Einsatzfahrzeuge oder Anlieferungen, wenn sie abgesenkt werden. Ein cleveres Konzept, das auch bei Stromausfall funktioniert! Die manuelle Bedienung ist dabei so gestaltet, dass Manipulationen praktisch ausgeschlossen sind.

Im Sommer 2024 wurde das System sogar nach ISO 22343-1 und DIN SPEC 91414-1 zertifiziert – das spricht für die Sicherheit! Der Crashtest mit einem 7,2 Tonnen schweren Fahrzeug, das bei 48 km/h gegen die Sperre fuhr, hat gezeigt, dass die Eindringtiefe von 8,3 Metern es ermöglicht, die Sperren näher am Veranstaltungsbereich zu platzieren. So bleibt mehr Platz für Verkaufsstände und Gastronomie. Außerdem sorgt die Bauhöhe von nur 110 Millimetern dafür, dass auch Fahrzeuge mit geringer Bodenfreiheit problemlos darüber fahren können.

Ein Schritt in die Zukunft

Der Bauhof wird künftig für Lagerung, Transport und Aufbau der neuen Sperren verantwortlich sein. Das klingt nach einer Menge Arbeit, aber die Vorteile sprechen für sich. Stadtrat Klaus Schiller hat sogar vorgeschlagen, die Sperren an umliegende Kommunen zu vermieten – eine Idee, die Bürgermeister Thomas Acher prüfen möchte. Paul Fertl von der SPD hingegen sieht die Notwendigkeit, nach den bisherigen Investitionen erst mal einen Gang runterzuschalten und warnt vor dem Streben nach absoluter Sicherheit. Ein Punkt, der sicherlich noch diskutiert werden wird, schließlich ist Sicherheit ein sensibles Thema.

Zusätzlich wurde die Idee geäußert, Veranstalter künftig an den Kosten für die mobilen Sperren zu beteiligen. Das könnte eine interessante Lösung sein, um die finanzielle Last der Stadt etwas zu reduzieren. Fest steht, dass mit den neuen Sperren nahezu alle üblichen Veranstaltungen in Miesbach abgesichert werden können – bis auf den Kulinarischen Abend, der weiterhin ohne diese Sicherheitsmaßnahmen auskommen muss.

Miesbach macht also einen Schritt in die richtige Richtung, wenn es um die Sicherheit von Veranstaltungen geht. Die neuen mobilen Sperren sind nicht nur praktisch, sondern auch ein Zeichen für das wachsende Bewusstsein in der Stadt, Risiken rechtzeitig zu erkennen und zu minimieren. Wer weiß, vielleicht wird Miesbach bald als Vorreiter in Sachen Sicherheit bei Veranstaltungen angesehen – und das ist doch ein Grund zum Feiern!