Kreatives Stricken und spannende Geschichten: Ein Abend mit Leonie Kramer in Bernbeuren
In Bernbeuren, einem malerischen Ort in Bayern, fand kürzlich eine ganz besondere Veranstaltung statt, die Herzen und Hände gleichermaßen erwärmte. Die Autorin Christine Ziegler, besser bekannt unter ihrem Pseudonym „Leonie Kramer“, las aus ihrem Krimi „Fadenkreuz“ in der örtlichen Bücherei. Was diese Lesung so außergewöhnlich machte? Es war die erste Strick-Autorenlesung, die Literatur, Handarbeit und geselliges Beisammensein auf zauberhafte Weise miteinander verband.
Etwa die Hälfte der anwesenden Frauen hatte ihr Strickzeug mitgebracht und arbeitete fröhlich während der Lesung. Das Klicken der Nadeln mischte sich mit dem Lachen und Schmunzeln des Publikums, während Ziegler nicht nur spannende Passagen aus ihrem Buch vorlas, sondern auch humorvolle Anekdoten über ihre Erfahrungen bei Lesungen in anderen Teilen Deutschlands teilte. Dialekte und kulturelle Unterschiede wurden lebendig, und man spürte förmlich die Verbundenheit zwischen den Strickenden und der Autorin.
Ein persönliches Pseudonym und kreative Einblicke
Die Autorin erklärte, dass ihr Pseudonym eine tiefere Bedeutung hat: „Leonie“ erinnert sie an ihren Großvater Leo, und „Kramer“ steht für den Lieblingsberg ihrer Großmutter. Solche persönlichen Geschichten verleihen ihren Büchern eine besondere Note. „Fadenkreuz“ ist bereits der vierte Band der Reihe „Der Handarbeitsclub ermittelt“, in der Ziegler plant, in jedem neuen Band eine andere Handarbeitstechnik auf „tödliche“ Weise in die Handlung zu integrieren. Bisher hat sie Techniken wie Stricken, Färben, Spinnen und Sticken verarbeitet, und das Publikum ist gespannt auf die kommenden Werke.
Zusammen mit ihrer Freundin Elke Stieglbauer, die während der Lesung den Frauen des Handarbeitsclubs ihre Stimme verlieh, trug Ziegler selbstgestrickte Pullunder in knalligen Farben – Neongrün und Neonpink – mit dem Kürzel „MKHC“. Ein echter Hingucker! Und während der Lesung erhielten die Besucherinnen ein kleines Säckchen mit Maschenmarkierern als Geschenk, was die gesellige Atmosphäre zusätzlich auflockerte.
Ein Blick in die Zukunft: Lesungen im Aadorf
Doch das war nicht die letzte Gelegenheit, die charmante Autorin und ihre Geschichten zu erleben. Vom 13. bis 16. November 2025 wird Leonie Kramer erneut auf Lesereise gehen, diesmal in der Bibliothek Aadorf. Die Veranstaltung verspricht ein Fest für Strick- und Häkelbegeisterte zu werden, denn Teilnehmer sind eingeladen, ihre eigenen Projekte mitzubringen. Die Lesung beginnt um 14 Uhr, und auch Zuhörer ohne Nadelprojekt sind herzlich willkommen. Ein Kuchenbuffet mit kalten und warmen Getränken rundet das Erlebnis ab – ein perfekter Rahmen, um sich kreativ auszutauschen.
Das Beste daran? Der Eintritt ist kostenlos, doch eine Spendenbox wird bereitstehen, um die Veranstaltungen zu unterstützen. Die Vorfreude auf „Zwirntod“, das neue Buch, ist bereits spürbar und wird das Publikum sicherlich wieder in seinen Bann ziehen.
Christine Ziegler bleibt mit ihrer Arbeit nicht nur der Tradition des Lesens treu, sondern schafft auch eine Brücke zwischen Literatur und Handarbeit, was in der heutigen digitalen Welt ein wahres Highlight darstellt. Wir dürfen gespannt sein, wie sich ihre Geschichten weiterentwickeln und welche neuen Handarbeitstechniken sie in Zukunft in ihren fesselnden Krimis einfließen lassen wird.


