Kronthaler Weiher: Ein Paradies im Müllchaos – Wie Erding den Kampf um Sauberkeit aufnimmt
Am Kronthaler Weiher, einem beliebten Ausflugsziel in Erding, brodelt es. Hier, wo die Sonne strahlt und die Familien fröhlich am Ufer picknicken, gibt es ein ernstes Problem: Müll. Ein Thema, das in der letzten Stadtratssitzung hitzig diskutiert wurde. Gerhard Heilmaier von Erding Jetzt macht Vorschläge, um durch kreatives Stadtmarketing das Bewusstsein für die Müllverantwortung zu stärken. „Wir müssen die Leute an ihre Verantwortung erinnern“, so Heilmaier. Und das ist dringend nötig, denn Oberbürgermeister Max Gotz spricht von einer „schrecklichen Disziplin“ mancher Badegäste. Diese hinterlassen nicht nur ihre Liegen, sondern auch eine Menge Dreck.
Es ist ein Bild des Grauen: große Gruppen von Grillern, die ihre Reste einfach liegen lassen. Dabei stehen bereits ausreichend Hinweisschilder bereit, um auf die Müllentsorgung hinzuweisen – und das Ordnungsamt ist täglich auf Streife. Trotzdem bleibt es schwierig. Auch die BRK-Sanitäter haben ihre Schwierigkeiten, da sie oft umherfahren müssen, ohne dass Platz gemacht wird. „Man fragt sich manchmal, wo der gesunde Menschenverstand bleibt“, denkt man sich als Passant. Es ist nicht nur eine Frage des Anstands, sondern auch der Sicherheit.
Ein Blick auf die Maßnahmen
Die Stadt Erding hat die Problematik erkannt und reagiert. Täglich sind drei Bauhof-Mitarbeiter am Kronthaler Weiher im Einsatz, um die Mülleimer zu leeren und den Boden zu säubern. Überstunden scheinen hier normal zu sein. Und obwohl das Übernachten am Weiher bereits verhindert wurde, sind die Beschwerden nicht weniger geworden. Stadtsprecher Christian Wanninger betont, dass Verantwortung für den eigenen Müll jeder Bürger übernehmen sollte. „Das ist kein Hexenwerk“, sagt er.
Doch nicht alles ist trüb. Es gibt auch positive Nachrichten: Die seit Jahren gesperrte Hängebrücke am Kronthaler Weiher wurde wieder freigegeben, sehr zur Freude der Spaziergänger und Wanderer. Auch hier gibt es Hinweisschilder, die auf ein Sprungverbot aufgrund der geringen Wassertiefe hinweisen. Die Stadt hat sich damit haftungsrechtlich abgesichert und kann nun mit einem besseren Gefühl auf die Brücke blicken.
Ein Aufruf zur Gemeinschaft
In der Stadtratssitzung wurde beschlossen, das Thema Müllproblem weiter zu verfolgen. Es ist angedacht, Bürger direkt anzusprechen und sie stärker in die Verantwortung zu ziehen. Vielleicht könnte eine Aufklärungskampagne helfen, um das Bewusstsein zu schärfen. Denn letztlich ist der Kronthaler Weiher ein Ort, den es zu schützen gilt – für die kommenden Generationen und für das Wohl aller, die hier ihre Zeit verbringen möchten. Es bleibt zu hoffen, dass sich das Bewusstsein für Müllverantwortung in der Gemeinschaft bald verbessert, damit der Weiher weiterhin ein Ort der Erholung bleibt. Ob es dazu kommen wird? Das bleibt abzuwarten.
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