Heute ist der 6.07.2026 und in Erding dreht sich alles um die Landwirtschaft. An einem strahlenden Tag fand der Deutsche Bauerntag in Freiburg statt – ein wahrer Schmelztiegel für Landwirte aus der Region. Rund 600 Delegierte versammelten sich, um unter dem Motto „Landwirtschaft stärken – Versorgung sichern“ über die Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland zu diskutieren. Mit dabei waren auch Irmgard Posch, die Kreisbäuerin von Erding, und Elisabeth Mayerhofer, ihre Kollegin aus Freising. Sie sind nur zwei von vielen Stimmen, die sich für die Belange der bayerischen Landwirtschaft starkmachen.

Es war ein spannendes Treffen, bei dem die Delegierten die drängenden Herausforderungen der Branche ansprachen. Die Betriebe leiden unter den niedrigen Erzeugerpreisen und den gestiegenen Betriebsmittelkosten – da bleibt nicht mehr viel Spielraum für die Familien, die oft seit Generationen das Land bewirtschaften. Geopolitische Krisen setzen dem ohnehin schon belasteten Sektor zusätzlich zu. Und obwohl die Bundesregierung die Energiesteuer auf Diesel für 2026 gesenkt hat, fordern die Bauern weitere Entlastungen. Steuerfreie Biokraftstoffe, eine Standortpolitik, die die Tierhaltung fördert, und ein Ende der Überregulierung sind nur einige der Punkte, die auf der Agenda stehen. Besonders eindringlich wird das Aussetzen und die Überarbeitung der Naturwiederherstellungsverordnung auf EU-Ebene gefordert. Hier müssen Lösungen gefunden werden, die auch die Interessen der Landwirte wahren.

Die „Freiburger Erklärung“ als Leitlinie

Ein zentrales Ergebnis des Bauerntags wird die „Freiburger Erklärung“ sein, die zur Zukunft der Europäischen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) verabschiedet wird. Diese Erklärung wird laut den Delegierten des Deutschen Bauernverbandes (DBV) einen klaren Bekenntnis zu Europa und zur Notwendigkeit einer starken europäischen Agrarpolitik enthalten. Die GAP gilt als systemrelevante Säule für Einkommenssicherung, Marktstabilisierung und Lebensmittelversorgung. Ein starkes Europa, das Frieden und Freiheit fördert, ist für die Landwirte unerlässlich. Schließlich ist die Unabhängigkeit und Widerstandsfähigkeit der heimischen und europäischen Lebensmittelversorgung ein Ziel, das es zu erreichen gilt.

Die Delegierten sind sich einig: Um die Landwirtschaft zu sichern, muss die GAP gestärkt und die wirtschaftliche sowie soziale Stabilität in ländlichen Regionen gefördert werden. Dabei werden die Vorschläge aus Brüssel zum EU-Haushalt als Fehlentwicklung angesehen. Ein inflationsfestes Agrarbudget von 500 Milliarden Euro wird gefordert, mit einem klaren Nein zu Degression und Kappung sowie einem Bürokratieabbau, der den Landwirten die Arbeit erleichtert. Hier ist Handlungsbedarf, und die europäischen Entscheidungsträger sind gefordert, einer Schwächung der GAP entgegenzuwirken.

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Ein Blick in die Zukunft

Die Themen, die beim Bauerntag behandelt wurden, reichen von Tierhaltung über Sonderkulturen bis hin zur notwendigen Überarbeitung des nationalen Düngerechts. Die Delegierten der 18 Landesbauernverbände kommen jedes Jahr zusammen, und es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie viel Leidenschaft und Engagement in diesen Gesprächen steckt. Die Herausforderungen der bayerischen und deutschen Landwirtschaft sind groß, aber die Entschlossenheit, Lösungen zu finden, ist noch größer. Es bleibt abzuwarten, welche konkreten Veränderungen die „Freiburger Erklärung“ mit sich bringen wird – eines ist jedoch sicher: Die Stimmen der Landwirte werden gehört, und das ist ein Schritt in die richtige Richtung.

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