Eisige Träume und heiße Herausforderungen: Die Eisarena der Woodpeckers in Dachau
Heute ist der 18.07.2026 und die Luft in Dachau ist voller Vorfreude und Aufregung. Der Dachauer Eissportverein Woodpeckers hat große Pläne – eine neue Eisarena im Sportpark an der Gröbenrieder Straße soll entstehen. Doch hier wird nicht einfach mal eben ein neues Eisstadion aus dem Boden gestampft. Die Summe, die auf dem Spiel steht? Zwischen 6 und 7 Millionen Euro. Eine gewaltige Summe, die der ESV in Eigenregie stemmen muss, während die Stadt Dachau sich mit null Euro an den Investitionen beteiligt, aber immerhin das Grundstück besitzt. Ein bisschen so, als würde man ein tolles Fest planen und die Nachbarn wollen keinen Cent beisteuern, aber die besten Plätze reservieren.
Stefan Steurer, der Vorsitzende der Woodpeckers, hat die schwierige Aufgabe, die Interessen des Vereins und der Stadt unter einen Hut zu bringen. Nach eineinhalb Jahren Verhandlungen über den Erbpachtvertrag kann man das schon fast als epische Saga bezeichnen. Die Stadt möchte sichere Eiszeiten für den öffentlichen Lauf und den Schulsport garantieren, während der ESV darauf hofft, die Mitgliederzahl von derzeit 400 zu erhöhen – und das geht nur, wenn viele Menschen die neue Eisfläche nutzen können.
Die Herausforderungen der Finanzierung
Aktuell sieht es so aus, als ob die Finanzierung des Projekts noch ein heißes Pflaster bleibt. Das Spendenkonto zeigt erst 20.000 Euro an – da fehlt noch einiges, um die Traumarena zu verwirklichen. Großer Druck auf den Schultern der Woodpeckers, denn die öffentliche Hand kann sich kein neues Eisstadion leisten, und die Sportstättenförderung des Freistaats gilt nur für Vereine, die Hauptnutzer der Sportstätte sind. Ein echter Drahtseilakt!
Die geplante Eisarena wird nicht nur eine offene Eisfläche mit seitlicher Überdachung bieten, sondern auch mit modernster Technik ausgestattet sein, inklusive Kabinentrakt und sogar Photovoltaik. So richtig zukunftsweisend! Aber bis dahin gibt es noch einige Hürden zu überwinden. Eine Bebauungsplanänderung könnte nötig werden, und auch die Stellplatzsituation wirft Fragen auf – die Stadt plant nämlich, die neue ASV-Halle ohne Parkhaus zu errichten. Das könnte für einige schiefe Blicke sorgen, wenn die Eisläufer um Plätze rangeln müssen.
Ein Lichtblick für den Eissport
Die Begeisterung für das Projekt ist trotz aller Herausforderungen ungebrochen. Jährlich besuchen immerhin 35.000 Menschen die bestehende Eisbahn, und eine Online-Petition mit fast 7000 Unterschriften, die sich für „Eis für Dachau“ stark macht, zeigt, dass die Unterstützung in der Bevölkerung da ist. Im November 2024 haben die Woodpeckers sogar angekündigt, die Eisbahn selbst zu bauen, was die Hoffnung auf eine baldige Realisierung nährt. Der Wunsch-Termin für den Start? Winter 2028. Ob das realistisch ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt, denn viel hängt von den Vertragsabschlüssen mit der Stadt ab.
Die erste detaillierte Objektplanung soll bald präsentiert werden. Die Spannung steigt – wird es eine Eisarena geben, die nicht nur den Mitgliedern der Woodpeckers, sondern der gesamten Bevölkerung zugutekommt? Die Vorfreude ist greifbar, auch wenn der Weg dorthin noch steinig ist. Aber wie wir wissen: Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Und vielleicht wird die neue Eisarena zu einem neuen Herzstück für den Eissport in Dachau – das wäre doch ein Grund zum Feiern!
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