Heute ist der 17.07.2026 und in Dachau hat sich etwas Aufregendes getan. Auf dem Ernst-Reuter-Platz versammelten sich über 200 Menschen, um ein starkes Zeichen für Demokratie und Vielfalt zu setzen. Diese Aktion, ein Gemeinschaftsprojekt der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Dachau und dem Runden Tisch gegen Rassismus, war eine direkte Antwort auf die jüngsten rechtsextremen Aktivitäten in der Stadt. Da wurden Flyer verteilt und sogar eine Kampfsportübung von der Kleinstpartei „Der Dritte Weg“ durchgeführt, die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft wird. Es ist wirklich traurig, dass solche Dinge passieren, aber die Dachauer Bürgerinnen und Bürger haben sich entschlossen, nicht wegzuschauen.

Manuel Liebig, der Leiter der Partnerschaft für Demokratie, betonte, dass die Foto-Aktion den Fokus auf die Menschen legen sollte, die sich aktiv für Offenheit und ein demokratisches Miteinander einsetzen. Statt auf die rechtsextreme Partei, ging es darum, zu zeigen, wie viel positive Energie in der Gemeinschaft steckt. Und das wurde eindrucksvoll bewiesen, denn Vertreter aus zahlreichen Vereinen, Verbänden und politischen Initiativen – darunter Landrat Stefan Löwl von der CSU und Oberbürgermeister Florian Hartmann von der SPD – waren vor Ort. Gemeinsam wurde ein Banner mit der Botschaft „Setzen wir gemeinsam ein Zeichen für Toleranz und Respekt. Dein Beitrag zählt!“ präsentiert. Ein starkes Zeichen, das durch die Buchstaben von Dachau für Diversität, Anerkennung, Community, Harmonie, Akzeptanz und Unterstützung steht.

Vielfalt, die verbindet

Fast 60 Organisationen waren bei diesem Fototermin vertreten, und das zeigt, wie breit die Unterstützung für demokratische Grundwerte in Dachau ist. Es war eine kurzfristige Reaktion auf die rechtsextremen Aktivitäten, die an eine Kampagne anknüpfte, die vor etwa eineinhalb Jahren ins Leben gerufen wurde. Die Menschen hier lassen sich nicht einschüchtern – sie stehen zusammen für eine bunte und vielfältige Gesellschaft. Der Dachauer Frauen-Barbershop-Chor „A Cappella Company“, der ebenfalls an der Aktion teilnahm, unterstrich die Werte von Offenheit und Toleranz. Mareike Meise, die Leiterin des Chors, sprach darüber, dass ihr Chor ein Ort für alle Frauen sein wolle, unabhängig von Herkunft oder anderen Merkmalen. Das ist genau die Haltung, die wir brauchen!

Die Bedeutung dieser Aktion wird besonders klar, wenn man die Geschichte Dachaus bedenkt, die eng mit den Verbrechen des Nationalsozialismus verwoben ist. Hier, wo einst unvorstellbares Leid geschah, wird nun ein Zeichen für die Zukunft gesetzt. Ein Zeichen, das Hoffnung gibt und zeigt, dass die Stadt sich ihrer Vergangenheit bewusst ist und sich für eine bessere Zukunft einsetzt.

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Es ist einfach ermutigend zu sehen, wie viele Menschen sich engagieren und für eine offene Gesellschaft eintreten. Diese Art von Initiative ist nicht nur wichtig, sondern auch notwendig, um den rechtsextremen Strömungen entgegenzuwirken. In Dachau wird klar: Vielfalt ist kein Hindernis, sondern eine Bereicherung, und jeder einzelne Beitrag zählt, um diese Botschaft zu verstärken.

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