Am vergangenen Mittwochvormittag hat Lars Stindl, der ehemalige Rekordkapitän von Borussia Mönchengladbach, das Trainerteam seines ehemaligen Vereins besucht. Bei ungemütlichem Wetter und Regen im Borussia-Park beobachtete er das Training der Mannschaft. Mit hochgeklapptem Kragen seiner Jacke ließ er sich von der intensiven Ballarbeit und den Torabschlussübungen inspirieren. Neben dem Training nahm Stindl im Rahmen seiner A-Lizenz-Ausbildung an Besprechungen und Analysen teil, um wertvolle Einblicke in die Abläufe eines erfolgreichen Trainerteams zu gewinnen, wie rp-online.de berichtete.

Stindl, der in Speyer geboren wurde und seine Karriere in den Jugendmannschaften von TSV Wiesental begann, gab sein Profidebüt im Jahr 2008. Über die Jahre hat er sich nicht nur als Spieler, sondern auch als Führungspersönlichkeit etabliert und wurde im August 2016 zum Kapitän von Gladbach ernannt. Der 35-Jährige ist nun Co-Trainer der U20 des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und interessiert sich stark für die vielfältigen Aspekte des Trainerseins. Dies ist nicht seine erste Hospitation, denn auch sein ehemaliger Mitspieler Martin Stranzl hat ähnliche Schritte unternommen.

Aktuelle Trainingssituation

Während des Trainings meldeten sich einige Probleme. Verteidiger Nico Elvedi erlitt einen Cut am Auge, konnte aber mit einem Pflaster weitermachen. Haris Tabakovic verließ das Training früher zur Belastungssteuerung, und Rocco Reitz setzte das Training komplett aus. Sein Einsatz im bevorstehenden Spiel gegen Augsburg ist jedoch nicht gefährdet. Robin Hack und Nathan Ngoumou trainieren aktiv mit. Hack konnte in den letzten Spielen bereits zweimal als Einwechselspieler auflaufen, während Ngoumou sich möglicherweise entscheiden muss, ob er am Samstag bei der U23 spielen oder mit nach Augsburg reisen soll.

Eine weitere Nachricht betrifft Tim Kleindienst, der beim Spiel gegen Augsburg definitiv nicht im Kader stehen wird. Er hat nur an drei von vier Trainingsteilen teilgenommen und ist erst für den letzten Spieltag gegen die TSG Hoffenheim bereit. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat übrigens die Nominierung des vorläufigen Kaders verschoben, was Kleindienst etwas Luft verschafft. So bleibt Stindl die Möglichkeit, Nagelsmann Eindrücke über Kleindiensts Training zu übermitteln, die vielleicht in eine künftige Nominierung einfließen könnten.

Die Rückkehr zum Karlsruher SC

Seit der Bekanntgabe seiner Vereinswechselpläne zur neuen Saison 2023 wurde viel über Lars Stindl gesprochen. Nachdem er 16 Jahre für den Karlsruher SC und Borussia Mönchengladbach gespielt hat, kehrte er Ende April 2023 zu seinem ursprünglichen Verein, dem Karlsruher SC, zurück. Nach einem erfolgreichen Start mit einem Tor im DFB-Pokal hat er am 28. März 2024 seinen Rücktritt vom aktiven Profisport angekündigt. Stindl hat in seiner Karriere über 430 Ligaspiele in der ersten und zweiten deutschen Liga bestritten und hat dabei viele Meilensteine erreicht, wie Wikipedia festhält.

Die Erfahrungen und Einblicke, die Stindl während seines kurzen Aufenthalts in Gladbach sammelt, werden sicherlich wertvoll für seine künftigen Herausforderungen als Trainer sein. Die Fußballwelt darf gespannt sein, wie sich dieser Kapitän in seiner neuen Rolle schlagen wird.