Heute ist der 6.05.2026, und die Stadt Augsburg trauert um einen ganz besonderen Menschen: Monsignore Michael Kögl. Kaum zu fassen, dass er erst vor kurzem kurz vor seinem 99. Geburtstag von uns gegangen ist. Am 5. Mai hat er in Memmingen seine letzte Reise angetreten. Sein Engagement und seine Hingabe an die junge Generation bleiben unvergessen. Bischof Bertram hat sich bereits in einer bewegenden Ansprache über den Verlust geäußert und dabei an Kögls lange und prägende Zeit im Schuldienst erinnert.
Von 1959 bis 1991 war er als Religionslehrer und zuletzt als Studiendirektor in Memmingen tätig. Tausende Schüler hat er unterrichtet und dabei stets Werte wie Offenheit und Toleranz gefördert. Kögl war nicht nur ein Lehrer im herkömmlichen Sinne, sondern auch ein Vorbild, das die Kinder und Jugendlichen ermutigte, ihren Glauben zu stärken. Sein Herz schlug für die junge Generation; er wollte ihnen als Mentor zur Seite stehen und sie auf ihrem Weg begleiten.
Ein Leben voller Engagement
Geboren 1927 in Altenstadt, prägte der Zweite Weltkrieg sein Leben nachhaltig. Der Verlust eines Freundes in jenen schweren Zeiten hinterließ Spuren, die ihn sein Leben lang begleiteten. Nach seinem Studium der Philosophie und Theologie in Dillingen wurde er von Bischof Dr. Joseph Freundorfer zum Priester geweiht. Zunächst war er fünf Jahre als Kaplan in Penzberg aktiv. Aber es war in Memmingen, wo er wirklich aufblühte. Dort organisierte er Zeltlager, engagierte sich in der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ) und kümmerte sich um die Gehörlosenseelsorge – ein wahrer Alleskönner!
Die Kinder, die ihn kennenlernen durften, erinnern sich oft an die unvergesslichen Erlebnisse, die sie mit ihm teilen konnten. Nach seiner Emeritierung 1991 blieb er der Gemeinde treu und war weiterhin als Seelsorger in Memmingen aktiv, insbesondere in den Filialen Volkratshofen und Ferthofen. Sein unermüdlicher Einsatz wurde 1993 mit dem päpstlichen Ehrentitel „Kaplan seiner Heiligkeit“ gewürdigt. Ein Titel, der nicht nur die Verbindung zu Rom festigte, sondern auch die Wertschätzung, die er in seiner Gemeinde genoss.
Die letzte Ruhestätte
Sein Tod hat nicht nur in der Gemeinde Memmingen, sondern weit darüber hinaus Trauer ausgelöst. Das Requiem findet am 8. Mai um 11 Uhr in Memmingen-St. Josef statt, gefolgt von der Beisetzung gegen 14:30 Uhr auf dem Friedhof in Altenstadt. Ein würdiger Abschied für einen Mann, der sein Leben dem Glauben und der Erziehung gewidmet hat. Ein Mann, der in den Herzen vieler Menschen weiterleben wird, selbst wenn die Zeit unbarmherzig voranschreitet.
Die Erinnerungen an Monsignore Kögl werden uns stets begleiten. In einer Welt, die immer hektischer wird, ist es wichtig, solche Menschen zu würdigen, die mit ihrem Engagement und ihrer Hingabe Spuren hinterlassen haben. Wir sollten uns an ihn erinnern, nicht nur mit Trauer, sondern auch mit Dankbarkeit für all das, was er für die Gemeinschaft und die jungen Menschen geleistet hat. Es sind solche Persönlichkeiten, die den Glauben lebendig halten und Hoffnung schenken.
