Heute ist der 27. Juni 2026, und in Bad Reichenhall hat sich eine kuriose Szene abgespielt, die sicherlich noch für Gesprächsstoff sorgen wird. Ein Bus mit 34 Tiroler Gebirgsschützen wurde von der Bundespolizei gestoppt, und das aus einem ganz bestimmten Grund: Der Verdacht auf die illegale Mitnahme von Waffen. Die Schützen waren auf dem Rückweg von einer Jubiläumsmesse im Salzburger Dom, wo sie unter der Leitung von Erzbischof Franz Lackner an einer feierlichen Liturgie teilnahmen. Sichtlich stolz standen sie mit ihren Karabinern Spalier – und genau das könnte nun zum Problem werden.

Die Kontrolle erfolgte, als die Bundespolizisten einen „gewehr-ähnlichen Gegenstand“ im Bus bemerkten. Bei der Überprüfung wurden insgesamt 34 Traditionsgewehre entdeckt, darunter Modelle der Hersteller Mauser und Mannlicher, einige sogar aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Die Gewehre waren teilweise so transportiert, dass sie leicht zugänglich waren, einige lagen sogar zwischen den Knien der Schützen. Ironischerweise konnten die Tiroler Schützen weder einen europäischen Feuerwaffenpass noch eine Mitnahmerlaubnis vorlegen. So endete die Rückreise für die Schützen nicht mit einem fröhlichen Feierabendbier, sondern mit einer Sicherheitsleistung von 6.800 Euro.

Reaktionen und Unverständnis

Der bayerische Schützenchef Martin Haberfellner äußerte sich verwundert über die Kontrolle. „Vorangegangene grenzüberschreitende Veranstaltungen verliefen ohne Probleme“, sagte er und verwies auf ein bilaterales Abkommen von 2004, das die Mitnahme von Waffen bei Traditionsveranstaltungen regelt. Die Schützen hatten also nicht mit einer solchen Kontrolle gerechnet und sind nun in eine missliche Lage geraten. Das Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz betrifft nun alle 34 Personen im Bus.

In der politischen Arena hat Hubert Aiwanger, Chef der Freien Wähler, bereits seine Unterstützung angeboten. Er lud die Tiroler Schützen zu einer Brotzeit ein – eine nette Geste, die zeigt, dass trotz der Spannungen zwischen Deutschland und Österreich, die zuletzt etwa durch hohe Parkgebühren in Tirol und Demo-Sperren am Brenner aufkamen, der menschliche Kontakt nicht verloren gehen sollte. „Ein bisschen Zusammenhalt kann nie schaden“, könnte man sagen.

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Die rechtlichen Folgen und die Rückgabe der Gewehre

Das alles wirft die Frage auf, wie es nun weitergeht. Die Bundespolizei hat angekündigt, dass die Waffen den Betroffenen nach Vorlage der erforderlichen Papiere zurückgegeben werden sollen. Bis dahin bleibt den Schützen nur zu hoffen, dass sich die Situation schnell klärt. Besondere Traditionen und die dazugehörigen Gepflogenheiten sind in den Alpenregionen von großer Bedeutung, und es wäre schade, wenn ein Vorfall wie dieser einen Schatten auf die Gemeinschaftsveranstaltungen wirft.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln werden. Solche Vorfälle zeigen einmal mehr, dass Traditionen und rechtliche Rahmenbedingungen immer wieder in einer spannungsgeladenen Beziehung zueinander stehen. Die Tiroler Schützen haben mit ihrer Rückkehr von der Messe sicherlich mehr erwartet als eine unerfreuliche Polizeikontrolle.

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