Neuer Glanz für Penzing: 41 Millionen Euro für die Zukunft des Fliegerhorsts
Die Nachricht über den ehemaligen Fliegerhorst Penzing hat in der Region für Aufsehen gesorgt. Im Februar wurde ein Haushalt des Zweckverbands Area 61 mit einem Volumen von 825.000 Euro beschlossen, was zunächst eher bescheiden wirkte. Doch am Donnerstagabend ist es zu einer wichtigen Wendung gekommen: Ein Nachtragshaushalt wurde verabschiedet, der das Gesamtvolumen auf über 41 Millionen Euro erhöht. Hierbei handelt es sich um eine gewaltige Summe, die vor allem durch die Klarheit über den Kaufpreis des Fliegerhorsts zustande kam. Der Zweckverband plant, 200 Hektar von den insgesamt rund 270 Hektar des Areals zu erwerben.
Es war ein langer Weg bis zu diesem Punkt. Der Verhandlungsprozess war geprägt von mehreren Unwägbarkeiten, darunter Änderungen der Bedarfe durch die BImA und die Möglichkeit einer militärischen Nutzung aufgrund des Ukrainekriegs. Penzings Bürgermeister Peter Hammer und Landsbergs Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl leiteten die Sitzung, in der auch eine Verschwiegenheitsklausel zum Kaufvertrag unterzeichnet wurde. Interessanterweise bleibt ein Teil des Geländes, insbesondere die Fläche südlich der Start- und Landebahn, einschließlich des ehemaligen Feuerlöschübungsbeckens, ausgeschlossen. Die Kreditaufnahme von 25 Millionen Euro für dieses Jahr ist ebenfalls festgesetzt.
Der Weg zur Umsetzung
Der Notartermin für den Kaufvertrag ist „sehr, sehr, sehr zeitnah“ angesetzt, aber muss noch vom Bundesfinanzministerium genehmigt werden. Die Planung des Zweckverbands erfolgt in Fünf-Jahres-Schritten, und die Mitarbeiterzahl soll von zwei auf fünf erhöht werden, um die neuen Aufgaben zu bewältigen. Es ist spannend zu sehen, wie sich die Nachnutzung des Geländes entwickeln wird. Zunächst wird der Fokus auf Bestandsimmobilien und Gewerbe liegen. Wohnraum wird erst in 12 bis 17 Jahren geschaffen, was für viele vielleicht ein wenig lange wirkt.
Die Verbandsversammlung hat den Nachtragshaushalt einstimmig verabschiedet, was zeigt, dass hier eine breite Unterstützung für das Projekt besteht. Der Verwaltungshaushalt wurde auf über eine Million Euro angehoben, um die Aufgaben der BImA nach dem Eigentumsübergang zu übernehmen. Und ja, mittelfristig sind sogar drei zusätzliche Stellen vorgesehen, was sicherlich für den einen oder anderen einen neuen Job bedeuten könnte.
Ein Blick in die Zukunft
Die Nachnutzung des Geländes wird also ein spannendes Thema bleiben. Der Zweckverband hat klare Pläne, die jedoch auch an Herausforderungen gebunden sind. Die Ablehnung von Bauträgeranträgen zur Beschleunigung des Wohnungsbaus zeigt, dass die Verantwortlichen mit Bedacht vorgehen wollen. Man könnte sagen, sie nehmen sich die Zeit, die es braucht, um das Beste aus diesem Ort herauszuholen. Und trotz der Herausforderungen, auch die Möglichkeit einer militärischen Nutzung ist nicht vom Tisch, bleibt die Hoffnung, dass der Fliegerhorst Penzing bald in neuem Glanz erstrahlen wird.
Diese Entwicklungen sind nicht nur für Penzing von Bedeutung. Sie könnten auch weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Region haben. Die Umwandlung eines ehemaligen Militärgeländes in ein lebendiges Gewerbegebiet könnte neue Perspektiven und Chancen für die ansässige Bevölkerung schaffen. Man darf gespannt sein, wie sich alles entfalten wird!
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