Am 3. Mai 2026 traf sich der CSU-Ortsverband Dachelhofen-Büchelkühn zur Jahresversammlung im gemütlichen Schützenheim. Ein Ort, der an diesem Abend nicht nur für die Ehrung langjähriger Mitglieder, sondern auch für gemischte Gefühle nach der letzten Kommunalwahl stand. Der Vorsitzende Thomas Fenzl berichtete von den vergangenen Veranstaltungen, die die politischen Gemüter beschäftigten. So fand unter anderem die Stadtversammlung zur Wahl des Oberbürgermeisterkandidaten statt, die viel Diskussionsstoff lieferte.
Der Stadtrat Robert Koller, der bei der Kommunalwahl das viertbeste Ergebnis der CSU erzielte und erneut in den Stadtrat einzieht, hatte die Aufgabe, die Mitglieder über die anstehenden Investitionen in Schwandorf zu informieren. Ein wichtiges Thema, denn die Stadt steht vor finanziellen Herausforderungen. Geplant sind unter anderem ein gemeinsames Gerätehaus für die Wehren Ettmannsdorf und Dachelhofen sowie der Neubau der Mittelschulen in Dachelhofen und Kreuzberg. Und die Feuerwache in Schwandorf? Die wird mit satten 21 Millionen Euro zu Buche schlagen. Da kommt schon ein bisschen Nervosität auf.
Akute Herausforderungen und Bürgernähe
Fenzl bedauerte, dass die CSU die Bürger nicht ausreichend überzeugen konnte, warum sie mit Andreas Wopperer als OB-Kandidat in den Wahlkampf gingen. Koller dankte den Mitgliedern für ihre Unterstützung, äußerte aber auch Enttäuschung über das Abschneiden der CSU. Hier ist der Wurm drin. Die Tendenz gegen die CSU bei der Wahl der stellvertretenden Bürgermeister ist nicht zu übersehen. Gespräche über eine Zusammenarbeit in der neuen Wahlperiode stehen noch aus.
Ein weiteres heißes Eisen ist die überraschende Einstellung des Glasfaser-Ausbaus in Büchelkühn. Wie kann es sein, dass ein Gebiet für drei Jahre für das Förderverfahren gesperrt wird? Koller hob die Notwendigkeit hervor, durch Sacharbeit zu überzeugen. Die Stadt muss dringend ein neues Förderprogramm anstoßen, um die komplette Ausstattung von Büchelkühn sicherzustellen. Da ist Handlungsbedarf, das ist klar.
Ehrungen, die bewegen
Zu den erfreulichen Momenten des Abends gehört die Ehrung langjähriger Mitglieder. Mit einem herzlichen Applaus wurden die Jubilare gefeiert: Manuel Paulus für 25 Jahre, Cristian Paulus für 30 Jahre, Herbert Schreier für 35 Jahre, Bernhard Wopper für 40 Jahre und Hermann Schart für beeindruckende 45 Jahre Mitgliedschaft. Das ist schon eine Hausnummer!
Ein ganz besonderes Thema, das in der Versammlung angesprochen wurde, ist die Prüfung der Nutzung des Abwassers der Verbandskläranlage. In Verbindung mit einer Wärmepumpe könnte dies für die kommunale Wärmeplanung in Büchelkühn von Bedeutung sein. Hier wird mit Spannung verfolgt, was aus den Überlegungen wird, denn die Zukunft ist ungewiss.
Die Versammlung im Schützenheim war mehr als ein Treffen. Es war ein Abbild der aktuellen Stimmung in der CSU, die nach der Wahlschlappe mit gemischten Gefühlen umgeht. Die Bürger sind gefordert, und die CSU muss lernen, wieder mehr Nähe zu zeigen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sie aus der Situation lernen und neue Wege beschreiten kann.