Heute ist der 20.05.2026 und ich sitze hier, in der malerischen Kulisse des Ostallgäus, wo die Berge sich mit sanften Hügeln vereinen und der Himmel oft so blau ist, dass man ihn kaum fassen kann. Eine Region, die nicht nur mit atemberaubenden Landschaften aufwartet, sondern auch mit interessanten demografischen Daten, die einen Blick auf die Lebensrealitäten in unseren kleinen Gemeinden ermöglichen. Besonders spannend ist der Ort Kraftisried, der sich den Titel des „jüngsten“ Fleckchens in Schwaben erkämpft hat. Hier leben ganze 24,06% der Einwohner unter 18 Jahren – kein Wunder, denn der Altersschnitt liegt bei 38,8 Jahren, was in der heutigen Zeit fast schon als frisch und dynamisch gilt.

Mit 150 Kindern und Jugendlichen zwischen 0 und 17 Jahren nimmt die Jugend hier einen zentralen Platz ein. Da kann es schon mal laut werden, wenn die Kleinen auf den Straßen spielen und die Erwachsenen ihren täglichen Geschäften nachgehen. Insgesamt zählt Kraftisried etwa 650 Einwohner, davon sind 420 in der Altersgruppe der 18- bis 64-Jährigen, während 100 Bewohner über 65 Jahre alt sind. Ein kleiner, aber feiner Ort, der sich durch seine Vielfalt und Lebendigkeit auszeichnet.

Die Nachbarn von Kraftisried

Direkt in der Nähe befindet sich Rückholz, das mit 23,73% Minderjährigen und einem Altersschnitt von 40,3 Jahren ebenfalls zu den jüngeren Gemeinden zählt. Untrasried steht mit 22,52% Minderjährigen und einem Altersschnitt von 41,7 Jahren nur wenig im Schatten. Auch Sielenbach und Ustersbach im Landkreis Augsburg haben ähnliche demografische Strukturen, wobei Sielenbach mit 22,65% und Ustersbach mit 22,38% Minderjährigen aufwarten können. Es ist faszinierend zu sehen, wie die Altersverteilung in diesen kleinen Orten variiert und was sie für das tägliche Leben bedeuten kann – von Spielplätzen bis zu Freizeitangeboten, alles ist hier auf die jüngeren Generationen ausgerichtet.

Doch nicht jede Gemeinde kann mit solchen Zahlen glänzen. Balderschwang im Oberallgäu hat den niedrigsten Anteil an Minderjährigen mit nur 8,19%. Das ist schon ein ganz anderer Wind, den man da spürt. Auch Bad Wörishofen sticht heraus, nicht wegen der Jugend, sondern aufgrund der älteren Generation – hier ist der Anteil der über 65-Jährigen mit 30,51% am höchsten. Der Altersschnitt in Bad Wörishofen liegt bei 48,2 Jahren und zeigt, dass das Leben hier eher von einer anderen Perspektive geprägt ist. Oberstdorf, Wasserburg am Bodensee und Sonthofen folgen in ähnlicher Weise und setzen damit einen klaren Kontrast zu den lebhafteren Orten in der Region.

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Ein Blick auf die Zahlen

Die Einwohnerzahlen in Kraftisried basieren auf sorgfältigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes und geben einen hervorragenden Überblick über die Bevölkerung. Es ist bemerkenswert, dass von den 670 Einwohnern 650 die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, während 20 aus anderen Ländern stammen. Ein bunter Mix, der die Lebendigkeit und Vielfalt in Deutschland widerspiegelt. Im Vergleich dazu zeigt sich, dass Bayern insgesamt das fünftjüngste Bundesland in Deutschland ist, mit einem Altersschnitt von 44,3 Jahren. Und wenn man sich dann noch die deutschlandweit ältesten und jüngsten Orte anschaut – Lautzenhausen in Rheinland-Pfalz hat den niedrigsten Altersschnitt mit 33,7 Jahren, während Welschenbach mit 63 Jahren die Spitze der ältesten Gemeinden einnimmt.

Es ist also eine spannende Zeit hier im Ostallgäu, wo die Jugend blüht und die älteren Generationen ihren Platz finden. Während in Kraftisried die Kinder fröhlich spielen, genießen die älteren Nachbarn in Bad Wörishofen ihren wohlverdienten Ruhestand. So zeigt sich einmal mehr, dass jede Altersgruppe ihre eigene Bedeutung hat und dass das Leben in unseren kleinen Gemeinden in Bayern immer in Bewegung bleibt.