Heute ist der 23. Mai 2026, und die Nachrichten aus Oberallgäu sind alles andere als erfreulich. Am Freitag, den 22. Mai, ereignete sich ein tragischer Motorradunfall am berühmten Riedbergpass, der als höchster befahrbarer Gebirgspass Deutschlands gilt. Der Pass, der sich über 16 Kilometer zieht und beeindruckende 1400 Höhenmeter überwindet, zieht nicht nur Motorradfahrer, sondern auch Ausflügler und Touristen an. Doch die kurvenreiche Strecke hat auch ihre Tücken und ist bekannt für ihre Unfälle.

Es war kurz vor 12 Uhr, als ein Motorradfahrer alleinbeteiligt von der Fahrbahn abkam und mit einer Leitplanke kollidierte. Trotz der schnellen Reaktion der Rettungskräfte und des Einsatzes eines Rettungshubschraubers, erlag der 49-Jährige kurze Zeit später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Der Riedbergpass musste für etwa eine Stunde in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden, was den ohnehin hohen Verkehrsaufkommen in dieser Region noch weiter verschärfte.

Unfälle am Riedbergpass

Der Riedbergpass hat in den letzten Jahren immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Erst im September 2025 gab es zwei Verkehrsunfälle, die die Aufmerksamkeit auf die Gefahren der Strecke lenkten. Bei einem dieser Vorfälle war ein 71-jähriger Motorradfahrer beteiligt, der auf die Gegenfahrbahn geriet und schwer verletzt wurde. Auch hier wurde ein Rettungshubschrauber benötigt, um ihn ins Krankenhaus zu bringen. Der andere Fahrer kam mit leichten Verletzungen davon, aber der Sachschaden betrug etwa 20.000 Euro. Die Straße war für rund 1,5 Stunden voll gesperrt, was den ohnehin vielbefahrenen Pass zusätzlich belastete.

Der Riedbergpass, der offiziell als Staatsstraße St2009 geführt wird, ist eine wichtige Verbindung zwischen dem bayerischen Alpenraum und dem Bregenzerwald in Vorarlberg. Er wurde 1961 eröffnet, nachdem mehrere Jahre mit dem Bau verbracht wurden. Diese Straße ist nicht nur ein beliebtes Ziel für Motorradfahrer, sondern auch ein wichtiger Verkehrsweg, insbesondere in den Ferienmonaten, wenn der Ausflugsverkehr seinen Höhepunkt erreicht.

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Schwierige Bedingungen und hohe Anforderungen

Die Strecke ist nicht nur wegen ihrer Schönheit beliebt, sondern auch wegen ihrer Herausforderungen. Engen Kurven und steilen Abschnitten machen das Fahren hier oft zu einem Abenteuer. Das Gefälle beträgt stellenweise mehr als 16 Prozent, und die Fahrbahn bietet nur begrenzte Ausweichbuchten. Bei Nässe oder Schneefall ist es oft nicht möglich, die Strecke zu befahren, und im Winter wird sie regelmäßig gesperrt. Die Kombination aus traumhaften Ausblicken und gefährlichen Bedingungen erfordert von jedem Fahrer höchste Konzentration und die richtige Ausrüstung.

Die Natur rund um den Riedbergpass ist einfach atemberaubend. Man könnte stundenlang die frische Bergluft einatmen und die malerischen Landschaften bewundern. Doch die Gefahren, die diese wunderschöne Umgebung mit sich bringt, sollten niemals unterschätzt werden. Die aktuellen Unfälle sind ein trauriger Weckruf für alle, die sich auf diesen beliebten Pass wagen. Jeder sollte sich der Risiken bewusst sein und stets vorsichtig fahren, um die unvergesslichen Momente in den bayerischen Alpen auch weiterhin genießen zu können.