In Neuburg-Schrobenhausen tut sich was! An der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) wird vom Krisendienst Psychiatrie Oberbayern die interaktive Installation „Starkes Stück – Eine Installation über Krisen, Hilfe und Hoffnung“ präsentiert. Bis zum 23. November können Interessierte sich auf eine spannende Reise begeben, die nicht nur zum Nachdenken anregt, sondern auch neue Perspektiven eröffnet. Diese Installation ist mehr als nur ein Kunstwerk; sie ist ein Raum, in dem sich die Besucherinnen und Besucher mit Fragen auseinandersetzen können, die uns alle betreffen: Wie fühlt sich psychische Belastung an? Was tun, wenn uns das Leben überfordert? Und wie finden wir in schwierigen Zeiten wieder zu neuen Wegen?

Die Installation lädt dazu ein, verschiedene Wege im Umgang mit Belastungen zu entdecken. Hier geht es darum, die eigenen Bewältigungsstrategien zu erkennen und vielleicht auch ein paar neue Ressourcen zu finden. Oft denkt man, man sei allein mit seinen Sorgen – doch das ist nicht der Fall. Eugenia Knauer, Gebietskoordinatorin des Krisendienstes für die Region 10, betont, dass eine psychische Krise jeden treffen kann, egal wie stark oder erfahren wir uns fühlen. Die zentrale Botschaft dieser Installation ist klar: Krisen gehören zum Leben dazu, aber sie müssen nicht im stillen Kämmerlein durchgestanden werden. Hilfe anzunehmen ist ein wichtiger Schritt, um neue Perspektiven zu entwickeln.

Ein Blick auf die Unterstützung in der Region

Die THI ist nicht die einzige Anlaufstelle für psychische Gesundheit in unserer Region. Das Netzwerk „Krisendienste Bayern“ bietet rund um die Uhr Unterstützung für alle, die in einer psychischen Krise stecken – sei es für Betroffene selbst oder für Angehörige. Unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 655 3000 können Menschen in Bayern jederzeit Beratung erhalten. Und das Beste: Die Unterstützung wird in über 120 Sprachen angeboten! Es ist wirklich wichtig, dass die Leute wissen, dass Hilfe da ist und dass sie ernst genommen werden. Denn oft wird die eigene Belastung nicht als solche wahrgenommen, bis es zu spät ist.

Darüber hinaus steht die psychotherapeutische und psychosoziale Beratung des Studierendenwerks München Oberbayern bereit. Hier können Studierende mit erfahrenen Psycholog*innen über eine Vielzahl von Themen sprechen – von Prüfungsangst über Beziehungskonflikte bis hin zu Suchtproblemen. Es ist ein Ort, an dem man offen über seine Sorgen reden kann, ohne Angst vor Verurteilung haben zu müssen. Die Beratungsstelle hat einen ganz klaren Fokus: Die Unterstützung soll helfen, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und zu verstehen, was einem im Leben wirklich wichtig ist.

Gruppenangebote zur Stärkung der Resilienz

Im Wintersemester 2026/27 werden zudem interessante Gruppenangebote und Workshops angeboten. Zum Beispiel gibt es die Möglichkeit, an einem Kurs zur Stärkung der eigenen Resilienz teilzunehmen, der am 16. November stattfindet. Hier können Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, wie sie mit Stress besser umgehen und ihre emotionalen Ressourcen aktivieren können. Ein weiteres Highlight ist der Workshop zur Prüfungsangst, der am 3. Dezember stattfindet. Hier werden Hintergründe und Lösungsansätze besprochen – bis hin zu praktischen Tipps, wie man die Angst in den Griff bekommt.

Die Beratung ist kostenlos für Studierende, die den Studierendenwerksbeitrag entrichtet haben, und die Wartezeit auf ein Erstgespräch beträgt in der Regel ein bis zwei Wochen. Das schafft Raum für viele, um sich mit ihren Themen auseinanderzusetzen und Unterstützung zu finden. Gerade in einer Zeit, in der Leistungsdruck und persönliche Herausforderungen einen oft überrollen können, ist es wichtig, sich nicht isoliert zu fühlen.

Es ist ermutigend zu sehen, dass in Neuburg-Schrobenhausen und Umgebung zahlreiche Ressourcen zur Verfügung stehen, um psychische Gesundheit zu fördern und den Menschen die Hilfe zu geben, die sie brauchen – ohne lange Wartezeiten und in einem geschützten Rahmen. Manchmal braucht es einfach nur einen kleinen Schritt, um eine große Veränderung zu bewirken.