Hitze, Schatten und Baumschutz: Neu-Ulm auf der Suche nach grünen Lösungen
Heute ist der 26.06.2026 und in Neu-Ulm ist die Hitze unerträglich. Viele Menschen leiden unter den extremen Temperaturen, die das Wohlbefinden beeinträchtigen. Die Stadt hat beim „Hitze-Check“ der Deutschen Umwelthilfe bayernweit den letzten Platz belegt. Das klingt fast wie ein schlechter Scherz, ist aber bitterer Ernst. Bei der Auswertung flossen verschiedene Faktoren ein – von den Sommertemperaturen über die Bevölkerungsdichte bis hin zur Menge an Beton und Asphalt sowie der Anzahl schattenspendender Bäume. Und genau hier hapert es gewaltig!
Die Stadtratsfraktion der Grünen hat die Sache nun in die Hand genommen und fordert eine kommunale Baumschutzverordnung für Neu-Ulm. Sie argumentieren, dass Stadtgrün essenzielle Klimaanpassung ist und Bäume wie natürliche Klimaanlagen wirken. Ganz ehrlich, wer möchte sich nicht unter einem schattenspendenden Baum ausruhen, wenn die Temperaturen in schwindelerregende Höhen klettern? Leider hat Neu-Ulm im Vergleich zu anderen bayerischen Städten viel zu wenig Baumschatten – da bleibt einem fast die Luft weg!
Ein Schutz für unsere grünen Freunde
Ein weiteres Problem ist die rechtliche Lage: In Neu-Ulm besteht eine erhebliche Lücke im Schutz der Bäume. Fällungen sind zwischen Oktober und Februar weitgehend zulässig, was dazu führt, dass gesunde, alte Bäume einfach verloren gehen. Die Grünen verweisen in ihrer Argumentation auf einen Rechtsstreit in Offenhausen über die Fällung von sechs alten Platanen. Solche Geschichten machen einem echt zu schaffen. Die Forderung nach einem Instrument, das den Erhalt von Bäumen zur Regel und die Fällung zur Ausnahme macht, klingt da nur logisch.
Eine Baumschutzsatzung wird als wirksames Mittel angesehen. Ähnliche Verordnungen gibt es bereits in Städten wie Augsburg, Ingolstadt und München. Die Frage ist: Wieso nicht auch in Neu-Ulm? Um der Sache etwas Positives abzugewinnen, hat die Stadt das Projekt „Bäume für Kinder“ ins Leben gerufen. Für jedes neu geborene Kind wird ein Baum gepflanzt. Ist das nicht einfach schön? Weitere Pflanzprojekte sind bereits in der Ludwigstraße und am Heiner-Metzger-Platz geplant. Die Hoffnung ist, dass all diese Maßnahmen erst langfristig im „Hitze-Check“ sichtbar werden.
Ein Blick in die Zukunft
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird. Die Ansprüche an unsere Städte verändern sich und auch das Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz wächst. Vielleicht bringt der neue Schwung, den die Grünen ins Spiel bringen wollen, frischen Wind in die Angelegenheit. Neu-Ulm könnte mit einer klugen Baumschutzverordnung nicht nur viel für das Stadtklima tun, sondern auch das Lebensgefühl seiner Bürger verbessern. Denn eines ist klar: Ein bisschen mehr Grün würde der Stadt ganz sicher guttun! Wir alle können nur hoffen, dass die Verantwortlichen bald die richtigen Schritte unternehmen, um uns vor der Hitze zu schützen und unsere Bäume zu bewahren.
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