Pflege im Alter: Mühldorf und Altötting stehen vor großen Herausforderungen
Heute ist der 1.07.2026 und während die warmen Sonnenstrahlen durch die Fenster blitzen, gibt es in Mühldorf am Inn viel Gesprächsstoff über ein Thema, das uns alle betrifft: die Pflege im Alter. Die Babyboomer-Generation, die viele von uns als aktive Rentner erleben, macht sich zunehmend Gedanken über die Pflegebedürftigkeit im Alter. Wie schaut es da eigentlich in unseren Landkreisen Mühldorf und Altötting aus? Nun, die künftige Situation könnte spannend werden!
Birgit Franz, die kommissarische Leiterin des Gesundheitsamtes Mühldorf, hat zusammen mit ihren Kollegen aus Altötting eine Art Rundum-Check gemacht. Es gibt 19 Pflegeheime im Landkreis Mühldorf, die zusammen 1560 Plätze bieten. Davon sind momentan etwa 1400 belegt – das klingt nach einem vollen Haus! Auch in Altötting sieht es ähnlich aus: Hier stehen 17 vollstationäre Einrichtungen mit 1388 Plätzen bereit. Aktuell sind die Pflegebedarfe in beiden Landkreisen noch gedeckt, aber die Prognosen deuten auf einen Anstieg der Pflegebedürftigen in den nächsten 10 bis 20 Jahren hin. Bis 2040 wird in Mühldorf mit 1676 Menschen und in Altötting mit 1450 Menschen gerechnet, die auf vollstationäre Pflege angewiesen sein werden. Das sind ganz schön große Zahlen!
Die Wartelisten und die Herausforderungen
Ein Blick auf die Wartelisten zeigt uns, dass es in Mühldorf schon jetzt für sehr nachgefragte Pflegeeinrichtungen Wartezeiten von einigen Wochen bis Monaten gibt. In Altötting ist die Situation ähnlich, wobei es hier schwierig ist, die genaue Wartezeit zu bestimmen. Viele Angehörige tragen sogar ihre Verwandten in mehreren Einrichtungen ein – verständlich, denn man möchte ja die beste Versorgung für seine Liebsten.
Die Tagespflegeplätze sind dagegen in beiden Landkreisen ausreichend vorhanden. In Altötting gibt es 230 Plätze in 12 Einrichtungen, und auch Mühldorf hat genug Kapazitäten zu bieten. Die Kurzzeitpflege wird in Mühldorf gut angeboten, was für viele eine echte Entlastung darstellt. In Altötting gibt es durch die „Pflegebrücke“ im ehemaligen Burghauser Krankenhaus eine positive Entwicklung, die die Lage etwas verbessert hat.
Ambulante Dienste und der Fachkräftemangel
Die ambulanten Dienste in Mühldorf sind ebenfalls gut aufgestellt, allerdings gibt es auch hier Kapazitätsgrenzen und den gefürchteten Fachkräftemangel. Das ist ein Thema, das die Verantwortlichen umtreibt. In Altötting sichern 23 ambulante Pflegedienste die Versorgung von etwa 1200 Personen. Ein Blick auf den Ampel-Status der beiden Landkreise zeigt: Mühldorf hat eine gelbe Ampel, was bedeutet, dass die Situation solide, aber Handlungsbedarf besteht. In Altötting ist es grün bis gelb – aktuell gut, aber auch hier sind Herausforderungen durch die demografische Entwicklung zu erwarten.
Die Beratungszahlen in den Pflegestützpunkten sprechen eine klare Sprache: In Mühldorf stiegen die Beratungen von 406 im Jahr 2021 auf 1405 in diesem Jahr. Altötting verzeichnete einen Anstieg von 1000 auf 1250 Beratungen. Das Hauptanliegen der Bürger sind Erstanträge auf Pflegegrade, die Vorbereitung auf den Medizinischen Dienst und Fragen zur Finanzierung. Dabei wird deutlich, dass das Thema Pflege immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Investitionen in die Zukunft der Pflege
Die Landräte von Mühldorf und Altötting machen unmissverständlich klar: Es braucht Investitionen und eine vorausschauende Planung, um die Pflegeversorgung zukunftssicher zu machen. In Mühldorf werden bereits Projekte zur Bekämpfung des Fachkräftemangels umgesetzt, etwa durch Ausbildungsmöglichkeiten am Beruflichen Schulzentrum. Der BRK-Kreisverband Altötting hat sich auch eine Strategie überlegt, um Nachwuchs zu gewinnen – mit attraktiven Angeboten wie einem Mobilitätszuschuss und garantierter Übernahme bei guten Leistungen. Das klingt doch ganz gut, oder?
Die kommenden Jahre werden entscheidend sein. Es ist wichtig, dass wir jetzt die Weichen stellen, um den Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte gewachsen zu sein. Die Pflegeversorgung ist nicht nur eine Frage der Infrastruktur, sondern auch eine Frage des menschlichen Miteinanders. Denn im Alter wollen wir alle gut versorgt werden – so wie wir es uns wünschen. Und das gilt nicht nur für Mühldorf und Altötting, sondern für ganz Bayern und darüber hinaus.
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