Heute ist der 28.06.2026, und während wir in Mühldorf am Inn die ersten warmen Sonnenstrahlen des Tages genießen, gibt es ein Thema, das die Menschen hier beschäftigt: die Rentenreform. Nicole Bonna, 38 Jahre alt und im Vorstand des VdK-Kreisverbands Mühldorf, hat sich intensiv mit den Herausforderungen auseinandergesetzt, die sowohl ältere als auch jüngere Generationen betreffen. Ihr Engagement für die Mitglieder, insbesondere die Jüngeren, ist bewundernswert, denn sie setzt sich für bezahlbares Wohnen, Gesundheitsversorgung und Inklusion ein. Sie sieht die sozialen Stärken und Schwächen unserer Region klar vor sich, und es ist kein Geheimnis, dass hohe Lebenshaltungskosten hier eine große Rolle spielen.

Die Abhängigkeit von Autos für den Arbeitsweg führt oft zu zusätzlichen Belastungen, und die Lebensrealität in Mühldorf und Altötting könnte nicht unterschiedlicher sein als in den pulsierenden Großstädten. Bonna vergleicht die sozialen Bedingungen und sieht, dass jede Seite ihre Vor- und Nachteile hat. Eine Reform des Sozialstaats ist notwendig, um die Sozialversicherungssysteme für die Zukunft zu rüsten, ohne jedoch wertvolle soziale Leistungen zu kürzen. So denkt sie auch an die über 10.000 Menschen, die im Kreisverband Altötting-Mühldorf organisiert sind, und die rund 2,4 Millionen Mitglieder des VdK in Deutschland, von denen mehr als 850.000 in Bayern leben.

Junge profitieren von stabilen Rentensystemen

Bonnas Perspektive ist spannend, denn sie betont, dass auch die jüngeren Generationen von einem stabilen Rentensystem profitieren können. In Bayern ist die Armutsgefährdungsquote für Menschen ab 65 Jahren alarmierend hoch – 22,1% insgesamt, und für Frauen sogar 24,8%. Die länger werdenden Lebensarbeitszeiten könnten bald dazu führen, dass viele Menschen später in Rente gehen müssen, besonders jene in körperlich belastenden Berufen. Ihre Sorgen sind berechtigt, und sie fordert Reformen der Erbschaftssteuer, die die breite Masse entlasten und hohe Erbschaften stärker besteuern sollen.

Die Bundesregierung unter der Leitung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) plant einen Paradigmenwechsel in der Rentenpolitik. Die gesetzliche Rente soll als Basisabsicherung dienen, während betriebliche und private Altersvorsorge an Bedeutung gewinnen. Merz hat eine Rentenkommission von Union und SPD ins Leben gerufen, die bis zum Sommer 2026 Vorschläge erarbeiten wird. Die Herausforderung besteht darin, dass die Zahl der Rentner, die heute bei 21 Millionen liegt, stetig steigt, während die Zahl der Erwerbstätigen abnimmt. Ein neues Gesetz soll Betriebsrenten attraktiver machen, vor allem für Geringverdiener.

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Die Zukunft der Altersvorsorge

Im Gespräch über die private Altersvorsorge wird oft die Riester-Rente erwähnt, die jedoch nicht gerade als das attraktivste Produkt gilt. Eine neue Idee der Bundesregierung ist das Altersvorsorgedepot, das staatliche Zulagen bieten und Investitionen in Aktienmarktprodukte ermöglichen soll. Allerdings ohne Garantiebeträge – ein Wagnis, das nicht bei allen gut ankommt. Kritiker befürchten, dass diese Reformen die gesetzliche Rente schwächen und die Renten privatisieren könnten. Und hier kommen Menschen wie Nicole Bonna ins Spiel, die vehement für gute Löhne, sichere Beschäftigung, Bildung und flexible Arbeitszeiten plädieren.

Die Lage in der Region Mühldorf ist also nicht nur eine lokale, sondern ein Teil einer größeren Debatte, die ganz Deutschland betrifft. Während wir uns in die warmen Sommerabende zurückziehen, bleiben diese Themen präsent und fordern uns auf, aktiv zu bleiben. Denn egal, ob jung oder alt, die Zukunft der Altersvorsorge wird uns alle betreffen.

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