Heute ist der 22.06.2026 und in Mühldorf am Inn brodelt es gewaltig! Ein Thema, das die Region seit Wochen beschäftigt, ist der Ausbau der Bahnstrecke München-Mühldorf-Freilassing. Vor fünf Wochen gab es in der Mediengruppe Bayern die alarmierende Nachricht, dass es für dieses wichtige Infrastrukturprojekt kein Geld gebe. Zuerst wurden die Aussagen von den zuständigen Stellen vehement dementiert, doch bald darauf folgte ein wahres Feuerwerk an Aktionismus. Man könnte fast meinen, die Verantwortlichen hätten einen Weckruf gebraucht.

Der Landrat von Mühldorf, Max Heimerl (CSU), hat sich nun direkt an Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) gewandt. In einem eindringlichen Schreiben fordert Heimerl die zeitnahe Bereitstellung der notwendigen Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes. Er warnt eindringlich vor weiteren Verzögerungen bei diesem für die Region so wichtigen Projekt. Denn die ABS 38 ist nicht einfach nur ein weiteres Bauprojekt, sondern eine zwingende Zukunftsinvestition für Deutschland! Es ist also höchste Zeit, dass hier Bewegung in die Sache kommt.

Dringlichkeit und finanzielle Flexibilität

Heimerl hat klar und deutlich gefordert, dass der Landkreis eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 115 Millionen Euro für den Abschnitt Thann-Matzbach-Dorfen erhält. Dazu kommt die dringende Bitte um Sicherstellung der Anschubfinanzierung für die Elektrifizierung der Strecke Mühldorf-Simbach. In diesem Zusammenhang erinnerte Heimerl an die vielversprechende Ankündigung von Bundeskanzler Friedrich Merz, die besagt: „Wo Baurecht besteht, wird gebaut“. Na, wenn das nicht motivierend ist!

Am 22. Mai erhielt die Region eine wichtige Unterstützung bei einem Termin im Bundesverkehrsministerium in Berlin. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder brachte die Bedeutung des Projekts klar zum Ausdruck und sprach sich für einen schnellen Ausbau der ABS 38 aus. Allerdings wurde auch hier deutlich, dass die Finanzierung durch das Bundesfinanzministerium sichergestellt werden muss. Eine Situation, die man sich nicht schönreden kann. Die Delegation aus Mühldorf war sich einig: Die Strecke darf nicht als klassisches Ausbauprojekt betrachtet werden. Es geht hier um die notwendige Modernisierung einer historisch gewachsenen Infrastruktur.

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Das große Ganze

Aktuell ist es so, dass über das 500 Milliarden Euro schwere Sondervermögen nur Bestandsnetze saniert und modernisiert werden können. Aus- und Neubauprojekte fallen leider nicht darunter. Ein Umstand, der den Verantwortlichen in Mühldorf und der gesamten Region ein schmerzhaftes Gefühl im Bauch beschert. Heimerl appelliert an Klingbeil, bei der Mittelvergabe politische Flexibilität zu zeigen und die ABS 38 als dringend erforderliche Modernisierung zu behandeln. Das ist doch ein Appell, der gehört werden sollte!

Die Situation zeigt, wie wichtig es ist, dass die politischen Entscheidungsträger nicht nur auf Zahlen und Statistiken schauen, sondern auch die Lebensrealität der Menschen vor Ort im Blick haben. Mühldorf und seine Umgebung könnten so viel mehr erreichen, wenn die Infrastruktur den Herausforderungen der modernen Zeit gewachsen ist. Es bleibt spannend zu sehen, ob die Verantwortlichen den Mut und die Weitsicht aufbringen, um die notwendigen Schritte einzuleiten. Die Region wartet auf eine Antwort!

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