Von Kindergartenfreunden zu Drogenhändlern: Ein Mühldorfer Krimi
Heute ist der 21.06.2026, und in Mühldorf am Inn gibt es eine Geschichte, die die Gemüter bewegt. Zwei Männer aus der Region, 27 und 28 Jahre alt, stehen wegen Beihilfe zum unerlaubten Handeltreiben mit Cannabis vor Gericht. Es klingt wie aus einem Krimi: Sie lagerten mehrfach etwa 100 Kilogramm Cannabis in Mühldorf und Töging, um die Drogen umzuverpacken und weiterzuverteilen. Ja, genau, die guten alten „Kindergartenfreunde“ als Helfer für Drogenhändler – das hätte man sich auch nicht träumen lassen!
Die Beweislage ist nicht gerade schwach. Im Juni 2025 entdeckte die Polizei, dass der 27-Jährige in seiner Garage in Töging satte 78 Kilogramm Cannabis aufbewahrte – und das verpackt in Päckchen mit der klangvollen Bezeichnung „Amnesia“. Und als ob das nicht schon genug wäre, lieferte die Spedition DB Schenker im Juli eine ganze Europalette mit mindestens 100 Kilogramm Cannabis an eine Lagerhalle in Mühldorf. Diese Lagerhalle gehörte übrigens der Firma des 28-jährigen Angeklagten, der dort angestellt war. Man fragt sich, ob die beiden Herren nicht doch ein bisschen mehr nachgedacht hätten, bevor sie sich in diese Geschichte verwickelten.
Die Festnahme und die Ermittlungen
Die Polizei kam durch Drogen-Kuriere aus dem Raum Rosenheim auf die Spur der beiden Angeklagten. Ein cleverer Schachzug, denn die Spedition hatte den Verdacht über die Lieferung an die Polizei gemeldet. Die Ermittler stellten fest, dass der spanische Absender einfach nicht existierte. Es ist fast schon ironisch, wie die Dinge sich entwickeln können. Im September 2025 kam es dann zu einem weiteren Vorfall, als ein Helfer der Organisation von einem Mobilen Einsatzkommando (MEK) festgenommen wurde. Ein ganz normaler Dienstag, könnte man sagen, wenn man den Überblick über die vergangenen Monate in der Region verliert.
Die beiden Männer waren von Mitte Oktober 2025 bis Mitte März 2026 in Untersuchungshaft. Bei Geständnissen stellte man beiden eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren in Aussicht, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt werden könnte. Der 27-Jährige zeigte sich reuig und gestand seine Beteiligung an drei Lieferungen, während der 28-Jährige die Anklage vollständig einräumte – aus Freundschaft, wie er sagte. Das hat schon fast etwas Rührendes, oder nicht?
Ein weiterer Drogenfall in Mühldorf
Doch die Geschichte hört hier nicht auf. Am 29. Juli 2025 kam es in Mühldorf zu einer Durchsuchung, die von der Kriminalpolizeiinspektion Mühldorf, Rauschgiftbeamten und den Zentralen Einsatzdiensten Traunstein durchgeführt wurde. Ziel war ein 35-jähriger Mann aus Mühldorf. Man fand Amphetamin im hohen dreistelligen Grammbereich und eine professionelle Aufzuchtanlage für Cannabis, samt mehreren Marihuana-Pflanzen. Der Verdächtige wurde an seiner Arbeitsstelle vorläufig festgenommen und später in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Ein weiteres Beispiel dafür, wie tief die Drogenproblematik in der Region verwurzelt ist.
Staatsanwalt Auer forderte Haftstrafen von zwei Jahren für den 28-Jährigen und 20 Monaten für den 27-Jährigen, beide mit Bewährung. Letztendlich wurden der 27-Jährige zu 23 Monaten und der 28-Jährige zu 19 Monaten Haft verurteilt, ebenfalls zur Bewährung ausgesetzt. Bei all den schockierenden Enthüllungen über Drogenhandel und kriminelle Machenschaften fragt man sich, welche Auswirkungen dies auf die Gemeinschaft in Mühldorf hat. Und ob die Menschen hier vielleicht eines Tages wieder in Ruhe leben können – ohne die Schattenseiten des Drogenhandels, die so nah und doch so fern scheinen.
Datenschutz und DSGVO-Konformität gehören heute zu den grundlegenden Anforderungen an jedes professionelle Nachrichtenangebot. Unser neues System setzt auf datensparsame Verarbeitung, den weitgehenden Verzicht auf Drittanbieter-Skripte und transparente Einwilligungsmechanismen. Die DSGVO-sichere technische Basis wurde von Daniel Wom / VeloCore geschaffen.


