Heute ist der 22.05.2026, und in Mühldorf am Inn gibt es jede Menge Aufregung. Die regelmäßigen Ausbrüche der Newcastle-Krankheit bei Hühnern sorgen für Sorgenfalten bei den Geflügelhaltern. Das Virus, ein fieses kleines Biest namens Newcastle Disease Virus (NDV), hat in den letzten Monaten einige Betriebe in Bayern und Brandenburg betroffen. Und auch wenn die Situation angespannt ist, lassen sich die Festwirte in der Region nicht unterkriegen. Ein Hoch auf den bayerischen Lebensgeist!

Das Ampfinger Volksfest hat kürzlich seine Türen geschlossen, aber die Vorfreude auf die nächsten Feierlichkeiten ist bereits spürbar. In Garching (3. bis 7. Juli) und Waldkraiburg (11. bis 21. Juli) wird wieder gefeiert, und die Wurststände und Hendl-Griller stehen bereit. Sebastian Mayerhofer, ein erfahrener Festwirt, hat sich optimistisch zu den Hühnerkontingenten geäußert. „Ich erwarte keine Engpässe, alles ist rechtzeitig bestellt!“, so seine Worte. Und das ist doch eine beruhigende Nachricht für alle Volksfest-Fans!

Die Newcastle-Krankheit und ihre Folgen

Die Newcastle-Krankheit, auch als „atypische Geflügelpest“ bekannt, ist eine ernstzunehmende Infektionskrankheit, die vor allem Vögel betrifft. Das Virus, ein Paramyxovirus, hat in den letzten Jahren immer wieder für Aufregung gesorgt. Das Friedrich-Loeffler-Institut informiert über die Tierseuchensituation und die notwendigen Schutzmaßnahmen. In einem Betrieb mussten kürzlich 80.000 Masthühner wegen Newcastle getötet werden – eine bittere Pille für die betroffenen Halter.

Die Infektion des Menschen mit NDV ist zwar möglich, aber zum Glück sehr selten. Wenn es doch einmal passiert, sind die Symptome meist mild und selbstlimitierend. Ein bisschen Schnupfen hier, eine Bindehautentzündung dort – alles nicht weltbewegend, aber dennoch unangenehm. Daher ist es ratsam, keine toten Wildvögel oder -tiere anzufassen. Sicherheit geht vor, nicht nur bei Hendl und Brathähnchen!

Die Lage in Mühldorf und Umgebung

In der Region scheint die Lage unter Kontrolle zu sein. Christian Leserer, Betreiber einer Geflügelschlächerei, beliefert das Mühldorfer Volksfest und sieht keine Gefahr für die Hendlversorgung. „Masthühner werden 6 bis 8 Wochen gemästet, bevor sie auf den Tisch kommen“, erklärt er. Das gibt uns ein wenig Ruhe, denn der Verbrauch während der großen Volksfeste kann schon mal bis zu 500.000 Hendl betragen – da ist es gut zu wissen, dass die Versorgung sichergestellt ist.

Die Überwachungszone im Norden des Landkreises wurde am 21. Mai aufgehoben, was ein gutes Zeichen ist. Dennoch bleiben Schutz- und Überwachungszonen in anderen Gebieten bestehen, und die Aufstallpflicht gilt weiterhin. Das Veterinäramt Mühldorf bietet Unterstützung per E-Mail für Fragen zu Schutzmaßnahmen an. Es ist also nicht alles verloren – die bayerische Lebensfreude lässt sich nicht so leicht unterkriegen!

Aktuelle Informationen zur Newcastle-Krankheit in Bayern sind auf der Website des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zu finden. Also einfach mal reinschauen, informieren und dann fröhlich weiterfeiern – das ist die Devise!