Heute ist der 22.05.2026 und in Mühldorf am Inn gibt es Neuigkeiten vom Landschaftspflegeverband (LPV), der jüngst seine jährliche Mitgliederversammlung abgehalten hat. Es wurde nicht nur über die Erfolge des vergangenen Jahres gesprochen, sondern auch über den Rücktritt von Karl-Michael Günsche, dem langjährigen Vertreter der Naturschutzorganisationen im Vorstand. Doch keine Sorge, denn Sabrina Frydryk wurde bereits als Nachfolgerin gewählt und in den Vorstand aufgenommen. Es tut sich also was in der Landschaftspflege!

Ein großer Teil der Versammlung wurde von der Geschäftsführerin Elisabeth Knapp geleitet, die die Aktivitäten und Projekte für das Jahr 2024 vorstellte. Hierbei fiel besonders auf, dass über 400.000 Euro in Landschaftspflege und Naturschutz ausgegeben werden sollen. Diese Mittel sind vor allem für Landwirte gedacht, die sich um die Pflege unserer wertvollen Landschaften kümmern. Das Ziel? Naturschutzfachlich hochwertige Flächen, Pflanzen und Tiere im Landkreis Mühldorf zu erhalten. So kommt man der Natur ein Stückchen näher.

Herausforderungen und Fortschritte

Ein Wermutstropfen ist jedoch, dass das Umweltministerium zum Ende 2024 einen Bewilligungsstopp für Fördermittel angekündigt hat. Das könnte die Landschaftspflegearbeiten für 2025 stark einschränken. Dennoch können zwei bereits bewilligte Großprojekte fortgesetzt werden. Das Streuobstprojekt „Mühldorfs Streuobst(b)(t)räume“ unter der Leitung von Alexander Jackl und das Projekt „FOKUS Natur.Vielfalt.Isental“ von Franziska Gäch, das sich auf den Artenschutz im Isental konzentriert, sind Lichtblicke. Die Pflegeflächen des LPVs, die naturschutzfachlich hochwertige Wiesen sind, müssen regelmäßig gemäht werden – ein gewisses Maß an Arbeit ist also immer vorhanden.

Ein weiterer bemerkenswerter Punkt ist der Rücktritt von Elisabeth Knapp, die nach sieben Jahren als Geschäftsführerin den Verband maßgeblich geprägt hat. Seit Februar 2019 hat sie die Geschicke des LPV geleitet und den Verband von 18 auf 25 Mitgliedsgemeinden wachsen lassen. Das ist schon eine Leistung! Aktuell gibt es in der Geschäftsstelle neben der Geschäftsführerin fünf Teilzeitstellen. Es scheint, als hätte Knapp nicht nur viele Projekte angestoßen, sondern auch ordentlich an Fördergeldern in den Landkreis geholt – mehrere hunderttausend Euro, um genau zu sein.

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Unterstützung aus höheren Sphären

Und was ist mit den Fördermitteln? Nun, das Bundesamt für Naturschutz (BfN) spielt hier eine entscheidende Rolle, indem es Projekte im Bereich Naturschutz und Landschaftspflege fördert. Die Mittel kommen vom Bundesumweltministerium, und für die Projektideen gibt es klare Fördermodalitäten. Interessenten können sich beraten lassen, um die besten Möglichkeiten auszuloten. Das BfN ist nicht allein auf weiter Flur; auch andere Einrichtungen unterstützen Naturschutzprojekte. Für alle, die sich genauer informieren wollen, gibt es eine Förderdatenbank, die einen Überblick über weitere Fördermöglichkeiten bietet. Das könnte gerade in Zeiten von Budgetkürzungen besonders hilfreich sein.

Es bleibt spannend, wie sich die Landschaftspflege in Mühldorf entwickeln wird. Die Herausforderungen sind groß, doch mit einem engagierten Team und der Unterstützung aus den verschiedenen Förderprogrammen steht der Verband gut da. Die Natur in unserer Region ist es wert, dass wir uns für sie einsetzen!