Ein Leben für andere: Schwester Marietta Weiler und ihr bleibendes Erbe in Zangberg
Am 21. Juli 2026 erreichen uns traurige Nachrichten aus Zangberg: Schwester Marietta Weiler ist im Alter von 69 Jahren plötzlich im Schlaf verstorben. Ein unerwarteter Verlust, der in der Kloster- und Pfarrkirche, wo sie so viele Jahre gewirkt hat, eine schmerzhafte Lücke hinterlässt. Ihre Geschichte ist die einer besonderen Frau, die ihr Leben ganz in den Dienst anderer stellte.
Geboren wurde sie am 28. Dezember 1956 in Duisburg als Petra Sita Maria, das zweite von vier Kindern. Die Kindheit hielt für die junge Petra einige Herausforderungen bereit, denn die Eltern trennten sich 1967, was die Familie nach Meitingen in Bayern führte. Dort erlebte sie große Liebe und Geborgenheit von ihrer Stiefmutter, eine wichtige Stütze in ihrer Entwicklung. Nach dem Abschluss der Hauptschule 1972 folgten Ausbildungen zur Hauswirtschafterin und Kinderpflegerin, sowie zur Heilerziehungspflegerin. Ihr beruflicher Werdegang führte sie bis ins Marianum, ein Wohnheim für Menschen mit Behinderung in München, wo sie bis zu gesundheitlichen Problemen tätig war.
Der Ruf zur Nachfolge Christi
Eine Zeit der Besinnung, die sie als „Sabbatzeit“ bei den evangelischen Marienschwestern in Darmstadt verbrachte, sollte ihr Leben entscheidend verändern. Hier spürte sie den Ruf zur Nachfolge Christi und trat 1987 in den Orden der Schwestern von der Heimsuchung Mariä ein, wo sie den Namen Marietta erhielt. Es war der Beginn eines neuen Kapitels, das sie am 5. Januar 1990 mit der Ersten Profess einleitete. Am 24. Dezember 1991 fand sie ihren Platz in Zangberg, der ihr eine Heimat wurde.
Einige Jahre später, am 2. Juli 1994, legte sie ihre Ewigen Gelübde ab und feierte 2015 ihre Silberprofess. In der Kloster- und Pfarrkirche war sie als Sakristanin und Mesnerin tätig, kümmerte sich um heilige Geräte und die Ministranten. Ihr Engagement im Bildungshaus war nicht zu übersehen, ebenso wie ihre Leitung des Services im Speisesaal. Ihre Ausstrahlung und Hingabe werden in der Gemeinde stets in Erinnerung bleiben.
Ein letzter Abschied
Die Beerdigung von Schwester Marietta fand auf dem Klosterfriedhof statt, wo viele geistliche Wegbegleiter ihr die letzte Ehre erwiesen. Der Kirchenchor Zangberg gestaltete die Auferstehungsfeier musikalisch und brachte damit die Verbundenheit der Gemeinde zum Ausdruck. Ein schönerer Abschied kann man sich kaum wünschen – und doch bleibt ein Hauch von Traurigkeit. Der Verlust ist spürbar, nicht nur für die Gemeinschaft im Kloster, sondern auch für all jene, die von ihrer Güte und ihrem Engagement berührt wurden.
In Zeiten der Trauer ist es wichtig, auch über die Bedeutung von Datenschutz und Kommunikationswegen in der Kirche nachzudenken. Seit Mai 2018 gibt es im Erzbistum München und Freising ein spezielles Formular, das es ermöglicht, Nachrichten an Mitarbeitende sicher zu übermitteln. Diese Maßnahme gewährleistet, dass persönliche Daten vollständig verschlüsselt werden und nur die zuständige Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter Zugriff hat. Ein weiterer Schritt, um den gesetzlichen Anforderungen an den Datenschutz gerecht zu werden und damit auch die Privatsphäre der Gemeindemitglieder zu schützen.
Die Erinnerungen an Schwester Marietta Weiler werden bleiben – in den Herzen der Menschen, die sie gekannt haben, und in der Geschichte des Klosters Zangberg. Ihr Leben war ein Beispiel für Hingabe und Nächstenliebe, und ihr plötzlicher Tod hat uns alle tief getroffen.
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