Fahrzeugsegnung in Mühldorf: Gottes Schutz für Autos und Fahrräder!
Gestern fand in der Pfarrei Sankt Pius in Mühldorf die alljährliche Fahrzeugsegnung statt, die sich als feste Tradition etabliert hat. Die Veranstaltung fand im Anschluss an den Gottesdienst am Sonntag, dem 19. Juli, statt und konnte sich über trockene Wetterbedingungen freuen, da der Regen pünktlich nach der Segnung Pause machte. Pater John und Gemeindereferent Alexander Weidinger waren vor Ort und leiteten die Segnung der verschiedenen Fahrzeuge, die darauf warteten, mit Gottes Schutz versehen zu werden.
Die Fahrzeugsegnung ist nicht nur ein lokales Highlight, sondern hat auch einen tieferen Sinn. Pater John erklärte den Gläubigen, dass Verkehrsmittel eine wichtige Rolle im Leben spielen und es wichtig ist, sie mit Gottes Schutz zu versehen. Die Pfarrei Sankt Pius hebt sich dabei hervor, denn sie ist die einzige Gemeinde in der Stadtkirche, die eine solche Segnung anbietet. Bei dieser Gelegenheit waren nicht nur Autos vertreten, sondern auch Fahrräder von Kindern und Eltern, die ebenso gesegnet wurden.
Ein warmes Herz für Mobility und Sicherheit
Dieser Brauch steht in der Tradition des heiligen Christophorus, dem Schutzpatron der Reisenden. Wie auch in anderen Regionen, etwa in Niederösterreich, wird an diesem Tag die Segnung von Autos, Motorrädern und Traktoren gefeiert. Laut meinbezirk.at bietet der Christophorus-Sonntag nicht nur eine Gelegenheit zur Segnung, sondern auch zur Reflexion über die Verantwortung im Straßenverkehr. Diese Tradition soll an technisches Bewusstsein, Vorsicht und Rücksichtnahme erinnern.
Ein besonderes Augenmerk gilt dem Ziel dieser Segnungen: Die jährliche Sammlung der MIVA, die in der Pfarrei Sankt Pius mit der Segnung verbunden ist. Das Motto lautet „Einen ZehntelCent pro unfallfreiem Kilometer für ein MIVA-Fahrzeug“. Durch diese Spenden wird versucht, Menschen in den ärmsten Regionen mit Fahrzeugen zu unterstützen, um ihnen Mobilität zu ermöglichen, welche für Hilfe, Bildung und Versorgung unerlässlich ist. Im Vorjahr wurden bereits 252 Projekte in 53 Ländern unterstützt und 2.694 Fahrzeuge im Wert von rund 4,9 Millionen Euro finanziert.
Die Fahrzeugsegnung in Mühldorf ist also nicht nur ein schöner Brauch, sondern auch ein Zeichen der Solidarität und des Bewusstseins für die Sicherheit im Straßenverkehr. Pater John und sein Team schaffen es, Tradition mit einem modernen Ansatz zu verknüpfen, der den Bedürfnissen der heutigen Gesellschaft Rechnung trägt.
So bleibt zu hoffen, dass viele der gesegneten Fahrzeuge sicher und unfallfrei ihre Wege gehen – mit einem schützenden Segen im Rücken!
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