In der kleinen, aber feinen Gemeinde Buchbach, die malerisch im Herzen Bayerns liegt, fand kürzlich ein ganz besonderer Moment statt. Neun Mitglieder des Gemeinderats wurden feierlich verabschiedet, und was für eine beeindruckende Bilanz sie mitbringen: ganze 186 Jahre kommunalpolitisches Engagement! Bürgermeister Thomas Einwang, der selbst mit 86,3 % der Stimmen zum Ersten Bürgermeister wiedergewählt wurde, ehrte die Ratsmitglieder für ihren unermüdlichen Einsatz, der die kommunale Selbstverwaltung stark geprägt hat. Es war ein Tag der Erinnerungen und des Dankes.
Die Amtszeit des bisherigen Marktgemeinderates endete Ende April – ein Anlass, der nicht nur den Abgang der Mitglieder markiert, sondern auch einen Blick auf die geleistete Arbeit wirft. Ramona Enders und Lambert Nitzl junior verabschiedeten sich nach jeweils sechs Jahren, während Josef Genzinger und Markus Sengmüller senior auf 12 Jahre zurückblicken konnten. Die langjährigen Mitglieder, Franz Eglsoer senior, Manfred Kroha und Michael Leinfelder, haben jeweils 18 Jahre für die Gemeinde gewirkt. Und dann gibt es da noch Karl-Heinz Kammerer, der mit stolzen 42 Jahren im Rat sitzt und von 1998 bis 2020 als Zweiter Bürgermeister fungierte – für seine Verdienste erhielt er eine Dankurkunde und die Verdienstmedaille in Bronze. Und was soll man sagen? Franz Bauer senior ist mit seinen 54 Jahren im Dienst wirklich der Wahnsinn – er wurde sogar mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet!
Ein herzliches Dankeschön
Es war nicht nur ein Abschied von den Ratsmitgliedern, sondern auch eine Würdigung des langjährigen Geschäftsleiters Reinhard Deinböck, der von September 2013 bis Dezember 2025 die Verwaltung leitete. Sein Rückzug in die zweite Reihe geschieht auf eigenen Wunsch, doch die Gemeinde kann sich freuen, dass er ihr erhalten bleibt. Bürgermeister Einwang und die gesamte Marktgemeinde sprachen den ausgeschiedenen Mitgliedern und dem ehemaligen Geschäftsleiter ihren tief empfundenen Dank aus – ohne sie wäre Buchbach nicht das, was es heute ist.
Die Kommunalwahlen in Bayern, die am 8. März stattfanden, haben ebenfalls ihre Spuren hinterlassen. In Buchbach haben 1.594 von 2.592 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben – das ergibt eine Wahlbeteiligung von 61,5 %. Über 80 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer haben sich um eine ordnungsgemäße Auszählung der Stimmen gekümmert. Ein schöner Erfolg für die Demokratie vor Ort! Insgesamt stellten sich 64 Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat zur Wahl – die Bürgerinnen und Bürger hatten die Qual der Wahl.
Die Website des bayerischen Innenministeriums bietet zahlreiche Informationen zur Kommunalwahl, während Frau Zankl im Rathaus von Buchbach als Ansprechpartnerin für Fragen zur Verfügung steht. Wer also noch das eine oder andere Detail wissen möchte, weiß jetzt, wo er anklopfen kann.
Es ist immer wieder bemerkenswert, wie viel Herzblut und Engagement in den kleinen Gemeinden steckt. Die Menschen hier kennen sich, sie arbeiten zusammen und bringen ihre Ideen ein. Der Abschied von erfahrenen Politikern ist eine Gelegenheit, um auch die nächste Generation in den Vordergrund zu rücken und neue Ideen zu begrüßen. Buchbach bleibt auf jeden Fall ein Ort, an dem Gemeinschaft gelebt wird.