Am vergangenen Wochenende, genauer gesagt am 3. Mai 2026, war Ampfing im Ausnahmezustand. Der Zitzmerstadl, ein historisches Juwel des Ortes, öffnete nach fast sechs Jahren Bauzeit endlich seine Türen. Ein Ereignis, das nicht nur die Herzen der Ampfinger höher schlagen ließ, sondern auch zahlreiche Gäste von außerhalb anlockte. Die Feierlichkeiten zur feierlichen Eröffnung waren ein Fest der Gemeinschaft und des kulturellen Austauschs.
Die Luft war erfüllt von einem Hauch Nostalgie und Vorfreude, während Bürgermeister Josef Grundner in seiner Ansprache die Herausforderungen der Sanierung ansprach. „Es war kein leichter Weg“, sagte er und blickte stolz auf das, was aus dem alten Gebäude geworden war. Der Zitzmerstadl wird nun als Kulturzentrum fungieren – ein Ort für Märkte, Feiern und gemeinsames Beisammensein, der den Ortskern beleben soll. Die Rede von Staatsminister a.D. Dr. Marcel Huber und Bayerns Bauminister Christian Bernreiter unterstrich die Bedeutung dieses Projekts für die Region. Bernreiter lobte den Mut der Ampfinger, die Sanierung trotz mancher Schwierigkeiten durchzuziehen.
Ein Ort der Begegnung und Kultur
Pfarrer Florian Regner segnete den Stadl, und das Publikum war mehr als nur begeistert. Besonders das erste Konzert im neuen Stadl, aufgeführt vom Kammerchor „cantus aurumque“, wurde zum Highlight des Tages. Die eindrucksvolle Darbietung der Carmina Burana unter der Leitung von André Philipp Gold erhielt minutenlange Standing Ovations. Eine Gänsehaut-Atmosphäre, die das Publikum mit jedem Ton mitriss!
Doch nicht nur die Musik sorgte für Freude. Am Tag der offenen Tür konnten die Besucher bei einem traditionellen Weißwurstfrühschoppen schlemmen und beim Kaffee und Kuchen das neue Kulturzentrum erkunden. Die Gesamtkosten für die Sanierung beliefen sich auf rund 700.000 Euro, wobei die Städtebauförderung der Regierung großzügig verdoppelt wurde, um die Gemeinden in solchen Vorhaben zu unterstützen. Das Engagement aller Beteiligten, von den Handwerkern bis hin zu den Organisatoren, wurde von Bürgermeister Grundner besonders gewürdigt.
Ein neues Kapitel für Ampfing
Der Zitzmerstadl ist nicht nur ein Gebäude; er steht symbolisch für den Zusammenhalt der Gemeinde und den Willen, gemeinsam etwas Großes zu schaffen. In einer Zeit, in der viele kleine Orte um ihre Identität kämpfen, zeigt Ampfing, wie man Tradition und Moderne miteinander verbindet. Das Kulturzentrum wird sicherlich zu einem Ort des kreativen Austauschs und der Begegnung werden, an dem die Menschen zusammenkommen, um zu feiern, zu lernen und sich auszutauschen.
Es bleibt abzuwarten, welche Veranstaltungen und Feste in diesem neuen Kapitel der Ampfinger Geschichte stattfinden werden. Eines steht fest: Der Zitzmerstadl hat das Potenzial, die kulturelle Landschaft der Region nachhaltig zu bereichern und ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt zu werden.