Heute ist der 26.05.2026 und in Miesbach tut sich was im Bereich der Schul-IT. Der Zweckverband Kitso, der sich um die Digitalisierung der Schulen im Oberland kümmert, hat in den letzten Monaten ordentlich Fahrt aufgenommen. Leonhard Wöhr, der derzeitige Vorsitzende des Verbands und ehemaliger Bürgermeister von Weyarn, hat grünes Licht bekommen, die Räumlichkeiten des Weyarner Rathauses weiterhin für die Aufgaben des Verbands zu nutzen. Das wurde in einer nicht öffentlichen Sitzung des Gemeinderats beschlossen. Die Infrastruktur des Rathauses bleibt also bis auf Weiteres der zentrale Anlaufpunkt für die Mitglieder des Zweckverbands.
Der Zweckverband wurde im vergangenen Jahr gegründet und hat sich schnell als wichtiger Akteur etabliert. Aktuell gehören zehn Gemeinden aus vier Landkreisen dazu, darunter Weyarn, Otterfing und Irschenberg. Interessanterweise haben bereits weitere Kommunen Interesse an einer Mitgliedschaft bekundet. Doch eine Ausweitung der Mitgliedschaft ist erst für die Zukunft geplant, wenn der Betrieb stabil läuft. Bürgermeister Michael Falkenhahn von Otterfing wird voraussichtlich den Vorsitz des Verbands übernehmen, wenn die Neuwahlen für den Vorsitz im kommenden Juni oder Juli stattfinden.
Die Ziele des Zweckverbands Kitso
Die Aufgaben des Zweckverbands sind vielfältig. In erster Linie berät Kitso Grund- und Mittelschulen in IT-Fragen, was in der heutigen Zeit mehr denn je gefragt ist. Die Anforderungen an die IT-Infrastruktur sind in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen, nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie. Die Schulen müssen Endgeräte, digitale Präsentationstechnik, LAN- und WLAN-Netze sowie Videokonferenzsysteme anschaffen. Das ist eine ganze Menge, und kleinere Kommunen kämpfen oft mit steigenden Wartungs-, Betriebs- und Personalkosten. Hier kommt Kitso ins Spiel und bündelt die Kräfte der beteiligten Kommunen.
Die Finanzierung erfolgt über eine Umlage, die sich an der Anzahl der betreuten Schülerinnen und Schüler orientiert. Ein Konzeptionsprojekt wurde zudem von der Regierung von Oberbayern mit 50.000 Euro gefördert, um die Schul-IT langfristig abzusichern und zu professionalisieren. Die Stadt Weilheim ist stolz darauf, eines der Gründungsmitglieder zu sein und sieht in der Beteiligung am Zweckverband eine große Chance zur Kostenteilung und Schaffung von Synergien.
Ein Blick in die Zukunft
Die konstituierende Verbandsversammlung fand bereits im Januar 2026 im Rathaus Weyarn statt. Der Echtbetrieb des Zweckverbands soll im ersten Halbjahr 2026 starten. Die Vorfreude ist groß, denn die Digitalisierung der Schulen ist nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch der Chancengleichheit für die Schülerinnen und Schüler in der Region. Die Tatsache, dass sich Vertreter der Verbandskommunen regelmäßig zum Austausch treffen, zeigt das Engagement und die Entschlossenheit, die Herausforderungen gemeinsam anzugehen.
Mit einem soliden Fundament und klaren Zielen könnte Kitso also eine entscheidende Rolle in der Bildungslandschaft des Oberlands spielen. Die ersten Schritte sind getan und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft sind gestellt. Man darf gespannt sein, wie sich alles entwickeln wird. Ein bisschen Aufregung schwingt mit, wenn man an die Möglichkeiten denkt, die sich hier auftun – für die Schulen und vor allem für die Kinder, die von dieser Entwicklung profitieren werden.
