Sturmfrisuren und Feuerwehrhelden: Kelheim trotzt dem Gewitterchaos
Heute ist der 31.05.2026. Der Himmel über Kelheim war am Sonntag nicht gerade eine Augenweide. Gewitterfronten zogen über Nordbayern und ließen die Natur toben. Besonders an der A3 im Kreis Neumarkt und am Steinberger See im Kreis Schwandorf gab es heftige Böen. Doch während andere Regionen heftig zu kämpfen hatten, verlief die Situation im Landkreis Kelheim relativ glimpflich.
Die Feuerwehr Neustadt hatte alle Hände voll zu tun. In der Innenstadt wurde kurz vor 14 Uhr ein Brandalarm in der Ulrichstraße/Pfarrer-Ammer-Gasse ausgelöst. Ein Efeu an einem ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesen hatte Feuer gefangen – und das möglicherweise durch einen Blitzschlag. Kommandant Jürgen Bucher und seine 35 Feuerwehrleute setzten alles daran, das Feuer schnell zu löschen. Nach etwa zwei Stunden war alles unter Kontrolle, aber die Nachschau und die Abnahme der Dachziegel waren eher ein kleinerer Kraftakt.
Sturm und Drang in der Natur
Die Kelheimer Feuerwehr war aber nicht allein im Einsatz. Insgesamt wurden sieben umgestürzte Bäume von den Straßen entfernt, wobei der größte Baum quer über der Fahrbahn nach Haugenried lag und ordentlich Platz machte. Auch an der Befreiungshalle und bei Gut Schwaben mussten Feuerwehrleute ran. Die Abensberger Feuerwehr war ebenfalls gefordert, als ein morscher Baum an der Straße zwischen Baiern und Abensberg beseitigt werden musste. Ein Glück, dass der Gewitter-Nachmittag laut Polizei im Kreis ohne Sach- und Personenschäden verlief. In Mainburg blieb es sogar komplett ruhig, ohne wetterbedingte Einsätze.
Im Gegensatz zu den Geschehnissen in Kelheim, war das Wetter woanders weniger gnädig. Am Freitag, dem 31. Mai 2026, erlebte der Norden Deutschlands ein echtes Unwetter mit umgestürzten Bäumen, Blitzeinschlägen und sogar Evakuierungen. Eine breite Gewitterfront zog von Westen nach Osten über das Land und sorgte für Starkregen und Sturmböen. In Oldenburg und Osnabrück waren Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz. Über 100 Einsätze wurden gemeldet! Da verwundert es nicht, dass ein Baum in Sandkrug auf ein Wohnhaus fiel und in Dötlingen ein Baum ein geparktes Auto zerdrückte.
Die Folgen des Unwetters
Die Bahnstrecke in Wildeshausen war vorübergehend gesperrt, und auf den Autobahnen A1 und A30 kam es zu chaosähnlichen Zuständen mit umgefallenen Bäumen. Man stelle sich vor, es gab sogar drei Unfälle zwischen Staufenberg und Dreieck Drammetal – zum Glück ohne Verletzte, nur der Blechschaden war nicht zu unterschätzen. Und in Hamburg? Dort traf ein Blitz eine 25 Meter hohe Eiche in Harburg, die danach gekappt werden musste. Unglaublich, oder? Die Natur kann manchmal ganz schön wütend sein!
In Uelzen fielen über 25 Liter Niederschlag pro Quadratmeter in kürzester Zeit. Das führte dazu, dass viele Keller voll liefen. Ein Zeltlager für Kinder in Garrel musste sogar evakuiert werden, 36 Kinder wurden von ihren Eltern abgeholt. Und das NDR 2 Plaza Festival in Hannover? Das wurde wetterbedingt für über eine Stunde unterbrochen – die Besucher suchten Schutz in der ZAG-Arena. Am Hamburg Airport gab es Verzögerungen im Flugverkehr, und auch der Bahnverkehr im nördlichen Ruhrgebiet war blockiert. Wahnsinn, was das Wetter alles anrichten kann!
Mit einer solchen Gewitterfront, die über das Land fegte, bleibt nur zu hoffen, dass sich die Wetterlage bald beruhigt. Die Prognosen für den Sonntag – nun ja, da sind mögliche kräftige Gewitter mit Sturmböen und Hagel im Südwesten Niedersachsens angesagt. Bleiben wir also auf der Hut!


