Gewitterchaos: Feuerwehren in Kelheim und Abensberg im Dauereinsatz!
Ein heftiges Gewitter hat am Sonntag in Nordbayern für reichlich Aufregung gesorgt. Besonders betroffen waren Teile des Landkreises Kelheim und die Region rund um den Steinberger See im Kreis Schwandorf. Sturmböen fegten über die Landschaft und sorgten für einige Einsätze bei Feuerwehr und Polizei. Wie die Mittelbayerische Zeitung berichtet, war der größte Einsatz für die Neustädter Feuerwehr in der Innenstadt.
Ein Brandalarm am frühen Nachmittag in der Ulrichstraße/Pfarrer-Ammer-Gasse führte dazu, dass die Feuerwehr schnell eingreifen musste. Der Brand, der möglicherweise durch einen Blitzeinschlag ausgelöst wurde, betraf Efeu an einem ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesen. Unter der Leitung von Kommandant Jürgen Bucher konnte das Feuer rasch gelöscht werden. Insgesamt waren 35 Feuerwehrleute und eine Drehleiter im Einsatz. Nach etwa zwei Stunden waren die Nachkontrollen und die Abnahme der Dachziegel abgeschlossen.
Umgeknickte Bäume und weitere Einsätze
Die Kelheimer Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun. Sie mussten insgesamt sieben Bäume von den Straßen entfernen. Der größte Baum lag quer über der Fahrbahn in Richtung Haugenried. Auch am Befreiungshalle-Berg und bei Gut Schwaben kam es zu weiteren Einsätzen. In Abensberg entfernte die Feuerwehr einen morschen Baum an der Straße zwischen Baiern und Abensberg. Insgesamt verlief der Gewitter-Nachmittag im Landkreis Kelheim jedoch ohne nennenswerte Sach- oder Personenschäden.
Im Kontrast zu den Ereignissen in Bayern, kämpfen andere Regionen Deutschlands mit noch schwerwiegenderen Auswirkungen der Gewitterfront. In Norddeutschland wurde vergangenen Freitag, dem 31. Mai, von ähnlichen Unwettern berichtet. In Oldenburg kam es zu umgestürzten Bäumen, Blitzeinschlägen und sogar Evakuierungen, wie NDR berichtet. Dort waren Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz, die Leitstellen meldeten über 100 Einsätze allein wegen umgefallener Bäume.
Zeltlager und Festivals betroffen
Besonders dramatisch war die Situation in Garrel, wo ein Zeltlager für Kinder evakuiert werden musste. 36 Jugendliche wurden von ihren Eltern abgeholt. In Hamburg musste eine 25 Meter hohe Eiche, die von einem Blitz getroffen wurde, gefällt werden. Auch der Bahnverkehr kam teilweise zum Stillstand; Zugausfälle und Verspätungen waren die Folge. Sogar der Flugverkehr am Hamburg Airport war für etwa eine Stunde betroffen, was die Unwetterlage zusätzlich verschärfte.
Mit dem Rückzug des Unwetters beruhigte sich die Lage in der Nacht, und die Temperaturen sanken landesweit. Dennoch bleibt die aktuelle Wettervorhersage angespannt, denn es wird weiterhin mit kräftigen Gewittern gerechnet, insbesondere im Südwesten Niedersachsens.


