Heute ist der 22. Mai 2026 und in Neustadt an der Donau brodelt es gewaltig. Die Beschäftigten von Mahle haben sich entschieden: Mit überwältigenden 98,4 Prozent stimmten sie in einer Urabstimmung für einen unbefristeten Streik. Es gab nicht eine einzige Nein-Stimme! Das ist schon eine Ansage, oder? Unter dem Banner der IG Metall wird am kommenden Dienstag, den 26. Mai, um 14:15 Uhr eine Streikkundgebung stattfinden, die Zeichen setzen soll. Die IG Metall fordert einen Zukunftstarifvertrag oder Sozialtarifvertrag für die mehr als 400 Mitarbeiter, die um ihre Arbeitsplätze bangen.

Die Situation ist angespannt. Mahle hat die Schließung des Werks im ersten Halbjahr 2027 angekündigt, was für viele eine schockierende Nachricht ist. Man fragt sich, wie es zu solch drastischen Entscheidungen kommt, vor allem, wenn das Werk doch profitabel arbeitet und seit 1987 Klimaanlagen für Autos aller Antriebsarten produziert. Der Plan sieht vor, die Produktion in die Slowakei zu verlagern – komischerweise, während die IG Metall Konzepte zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit vorgelegt hat, aber Mahle bisher nicht darauf reagiert hat. Es ist fast so, als würde man ein gut laufendes Restaurant schließen, nur um einen neuen Standort in einer anderen Stadt zu eröffnen. Warum? Das fragt sich nicht nur die IG Metall, sondern auch die betroffenen Mitarbeiter.

Die Gründe hinter der Schließung

Mahle begründet die Schließung mit auslaufenden Kundenaufträgen, einer schlechten Autokonjunktur und dem gestiegenen Kostendruck durch asiatische Wettbewerber. Klar, die wirtschaftliche Lage ist nicht immer rosig, aber die Beschäftigten sind sich einig: Das kann nicht die Lösung sein, um Arbeitsplätze zu sichern. Bayerns IG Metall-Bezirksleiter Horst Ott hat sich scharf gegen das Mahle-Management ausgesprochen und kritisiert die mangelnden Anstrengungen zur Sicherung von Arbeitsplätzen. Da kommt einem der Gedanke: Wie viel Wert legt man auf die, die das Unternehmen erst am Laufen halten?

In Zeiten wie diesen ist es wichtig, dass auch politische Stimmen gehört werden. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat den Standort besucht, um mit der Geschäftsführung, dem Betriebsrat und der IG Metall zu sprechen. Es geht um die Suche nach Alternativen zur Schließung. Denn was wäre das für ein Zeichen, wenn die Verantwortlichen die Menschen vor Ort im Stich lassen?

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Ein Blick in die Zukunft

Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Der Streik soll nicht nur Druck auf die Konzernleitung ausüben, sondern auch das Bewusstsein für die Bedeutung des Werkes und seiner Mitarbeiter schärfen. Das ist nicht nur ein Kampf um Arbeitsplätze, sondern auch um die Zukunft eines Standortes, der über Jahrzehnte hinweg für viele Menschen in der Region eine Existenzgrundlage geboten hat. Der Ausgang dieser Auseinandersetzung könnte weitreichende Folgen haben. Ob es ein Umdenken bei Mahle geben wird oder ob die Schließung wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der Beschäftigten schwebt – das bleibt abzuwarten. Eines ist sicher: Die Menschen in Neustadt werden sich nicht einfach so geschlagen geben.