Nervenkrieg in Teugn: Kapfelberg sichert sich den Aufstieg im dramatischen Elfmeterschießen gegen Kelheim II
Das Relegationsspiel zwischen dem ATSV Kelheim II und der SpVgg Kapfelberg wird den Fans noch lange in Erinnerung bleiben. Auf dem Platz in Teugn ging es für beide Mannschaften um alles. Nach 120 Minuten voller Spannung und ohne Tore, mussten die Nerven im Elfmeterschießen entscheiden. Und da behielt Kapfelberg die Oberhand – mit 5:4 sicherten sie sich den Aufstieg in die Kreisklasse. Die Kulisse war beeindruckend, 768 Zuschauer feuerten ihre Teams an und erlebten ein Fußballspiel, das ebenso dramatisch wie nervenaufreibend war.
In der ersten Halbzeit war das Geschehen eher zurückhaltend. Die Spieler schienen sich gegenseitig abzutasten, es gab nur wenige echte Torchancen. Ein ganz besonderes Highlight war ein Schuss von Maxim Usik, der in der 7. Minute die Unterkante der Latte traf – ein echter Pfostenknaller! Auf der anderen Seite zeigte Kelheims Torwart Fabian Gruner, dass er ein sicherer Rückhalt ist, als er in der 19. Minute einen Fernschuss von Noah Kruse abwehrte. Kapfelbergs Michael Haselbeck hatte in der 36. Minute die Möglichkeit zur Führung, doch auch diese Chance blieb ungenutzt.
Die zweite Halbzeit und die Verlängerung
Die zweite Halbzeit verlief nicht weniger ereignisreich, allerdings waren die nennenswerten Chancen rar gesät. Kapfelbergs Matthias Woitzik erzielte zwar einen Kopfballtreffer, dieser wurde jedoch aufgrund einer Abseitsposition nicht anerkannt. Die Spannung stieg, aber die Tore blieben aus. In der Verlängerung sahen die Zuschauer endlich einige Gelegenheiten, vor allem durch ATSV-Spieler Thomas Ipfelkofer und Dominik Schandri, die beide in der 96. und 104. Minute am Ball waren. Doch das Glück war ihnen nicht hold.
Das Elfmeterschießen brachte dann die endgültige Entscheidung. Kelheim setzte den dritten Elfmeter an den Pfosten, was die Nerven der Fans auf eine harte Probe stellte. Kapfelberg hingegen zeigte sich nervenstark und verwandelte den vierten Elfmeter sicher. Noah Kruse brachte mit seinem Treffer die Entscheidung. Ein triumphaler Moment für Kapfelberg, während ATSV Kelheim II nun um den Klassenerhalt weiterkämpfen muss.
Der Weg des ATSV Kelheim II
Der ATSV Kelheim II muss nun den Blick nach vorne richten. Der nächste Gegner, der Verlierer der Partie zwischen SV Saal und TSV Hofkirchen, wartet bereits am 25. Mai. Um das Klassenziel zu erreichen, ist ein Sieg am Pfingstmontag notwendig. Zudem braucht es einen weiteren Sieg in der dritten Runde am 28. Mai für den Aufstieg. Das klingt nach einem straffen Programm, aber der ATSV hat bereits bewiesen, dass sie in der Lage sind, auch unter Druck zu performen. Es wird spannend zu sehen, wie sie sich weiter schlagen.
Die Fans in Kelheim bleiben optimistisch und hoffen auf eine Wende im Verlauf der Relegation. Immerhin: Der Verlierer des Drittrundenspiels muss auf den Erfolg eines niederbayerischen Vereins in der Landesliga-Relegation hoffen und die vierte Runde gewinnen. Ein echter Krimi also, der die Fußballherzen höher schlagen lässt. Und was gibt es Schöneres, als gemeinsam mit der eigenen Mannschaft durch dick und dünn zu gehen?


