Die Windkraft hat in der Region Fürstenfeldbruck einen neuen Höhenflug erlebt. Mit dem Bau der ersten Windräder in Mammendorf und Malching zwischen 2014 und 2015 haben die Stadtwerke Fürstenfeldbruck den Grundstein für eine nachhaltige Energiezukunft gelegt. Diese Windräder haben nicht nur die Erwartungen übertroffen, sondern auch die Debatte um erneuerbare Energien neu entfacht. Nach einer Phase der Unsicherheit stehen nun zahlreiche Projekte in der Pipeline, die das Gesicht der Region verändern könnten.

Aktuell befinden sich mehrere Windkraftprojekte in verschiedenen Phasen der Genehmigung und Umsetzung. So wurden positive Vorbescheide für zwei Windräder auf der Kottgeiseringer Flur vom Landratsamt erteilt, während die Genehmigungsverfahren für drei Anlagen auf der Moorenweiser Flur bereits im Gange sind. Auch die Bauarbeiten für ein Windrad bei Egenhofen haben begonnen, und am Windpark Jesenwang wird eifrig gearbeitet. Dies zeigt, dass der Windkraftausbau in der Region Fahrt aufnimmt und die Stadtwerke Fürstenfeldbruck weiterhin eine treibende Kraft sind.

Neue Windkraftanlagen in Planung

Ein bedeutendes Projekt sind die fünf Windräder, die noch in diesem Jahr zwischen Malching und Mammendorf entstehen sollen. Die Stadtwerke Fürstenfeldbruck haben hierfür die Genehmigung am 22. Dezember 2025 erhalten, und die geplante Inbetriebnahme ist für das Jahr 2028 vorgesehen. Diese neuen Anlagen, vom Typ Enercon E-175 EP5, werden mit einer beeindruckenden Narbenhöhe von 162 Metern und einem Rotordurchmesser von 175 Metern aufwarten. Mit einer Gesamtleistung von 30 MW können sie etwa 13.000 Vier-Personen-Haushalte mit grünem Strom versorgen und so ca. 18.800 Tonnen CO2 im Vergleich zu konventionellen Brennstoffen einsparen.

Im Kontext der Bürgerbeteiligung werden die Stadtwerke München ebenfalls aktiv. Geplant ist der Bau eines Windrads bei Rammertshofen/Aufkirchen, das im Februar 2026 in Angriff genommen werden soll. Die Bürgerbeteiligung wird in Maisach für zwei Anlagen bei Rottbach angekündigt, was den Anwohnern die Möglichkeit gibt, direkt an den Projekten teilzuhaben. Dies zeigt, dass die Stadtwerke auf eine enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde setzen und die Bürger in die Entscheidungsprozesse einbeziehen wollen.

Herausforderungen und Widerstände

Trotz des Fortschritts gibt es auch Widerstand gegen bestimmte Standorte, vor allem in Jesenwang und Kottgeisering. Kritiker fürchten eine Verschandelung der Landschaft sowie mögliche Rodungen im Wald. Diese Bedenken sind nicht unbegründet, und die Stadtwerke sowie die Projektverantwortlichen müssen sicherstellen, dass die Umweltaspekte und die Wünsche der Anwohner angemessen berücksichtigt werden. Die Genehmigungsverfahren haben daher auch die Prüfung von Lärm, Schattenwurf, Naturschutz und baurechtlichen Fragen zur Priorität.

Die Gründung einer Bürger-Energiegenossenschaft in Maisach ist ein weiterer Schritt in Richtung mehr Eigenverantwortung und Energieautonomie. Diese Initiativen fördern nicht nur die erneuerbaren Energien, sondern bieten auch wirtschaftliche Perspektiven für die Region.

Insgesamt stehen die Zeichen in Fürstenfeldbruck auf Fortschritt. Mit einem klaren Fokus auf erneuerbare Energien und Bürgerbeteiligung können die Stadtwerke Fürstenfeldbruck und ihre Partner nicht nur zur Energiewende beitragen, sondern auch das Leben der Menschen vor Ort positiv beeinflussen.