In Fürstenfeldbruck gibt es Neuigkeiten zur Ferdinand-von-Miller-Realschule: Die Schule wird saniert und bekommt einen umfangreichen Anbau. Mit der geplanten Erweiterung sind zusätzliche 240 Quadratmeter eingeplant, was einhergeht mit neuen Klassenzimmern, einem naturwissenschaftlichen Fachraum, einem Raum für moderne Medien und Robotik sowie einem Besprechungsraum für den Ministerialbeauftragten für Oberbayern-West. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, den Bedürfnissen der Schüler*innen besser gerecht zu werden und auf die Schülerschwankungen zu reagieren. Der Merkur berichtet, dass die Gesamtkosten der Sanierung von ursprünglich 39,68 Millionen Euro auf nunmehr 40,68 Millionen Euro steigen.

Der Hintergrund der Erweiterung ist die geänderte Situation nach dem Abzug des Militärs sowie der Wegfall eines geplanten Schulzentrums auf dem ehemaligen Fliegerhorst. Bereits im Ausschuss des Kreistags wurde die Erweiterung mit nur einer Gegenstimme akzeptiert. Die Verwaltung wird aufgefordert, bis zur nächsten Sitzung des Gesamtgremiums detailliertere Argumente für die Planerweiterung vorzulegen.

Planung und Herausforderungen

Doch bevor die Bauarbeiten in Angriff genommen werden können, steht noch eine Grundsatzentscheidung aus. Die Süddeutsche informiert, dass der Kreistag zunächst eine Grundlagenermittlung sowie die Vor- und Entwurfsplanung ausschreiben muss. Sollte der Grundsatzbeschluss negativ ausfallen, müssen alternative Lösungsansätze gefunden werden.

Die ursprünglichen Kosten von 20 Millionen Euro für die Sanierung wurden aufgrund von Baukostensteigerungen auf etwa 24,5 Millionen Euro erhöht. Mit zusätzlichen Risiken von 30 % ist mit Gesamtkosten von circa 35 Millionen Euro zu rechnen. Der Landkreis, als Bauherr, sieht sich dabei auch einem komplizierten Thema gegenüber: Die Grundwassersituation am Standort ist herausfordernd, was die Pläne für eine Tiefgarage betrifft. Diese würde die Kosten um weitere drei Millionen Euro in die Höhe treiben.

Bedarf an neuen Räumen

Aktuell sind an der Ferdinand-von-Miller-Realschule 39 Klassen angemeldet, auch spezielle Klassen für Kinder mit Fluchthintergrund sind Teil des Schulangebots. Eine Erweiterung der Schule wird seit Jahren diskutiert, jedoch immer wieder aufgeschoben. Ein neuer Standort in Eichenau wurde von den Kreistagsmitgliedern abgelehnt, während eine Potenzialanalyse zwei Bauabschnitte für Anbauten vorschlägt.

Benötigt werden dringend weitere Klassenräume, Fachräume, ein neues Lehrerzimmer, eine Mensa und Ganztagsräume. Derzeit sind die Räumlichkeiten der Realschule auf drei Gebäude verteilt, darunter ein stark sanierungsbedürftiger Pavillon. Zudem gibt es bislang keine Mensa, weshalb die Schüler*innen die Kantine im Landratsamt nutzen müssen. Ein weiterer Punkt auf der Agenda ist der AOK-Pavillon, der nach Umbau als Ersatz für Container für Berufsintegrationsklassen diente, deren Baugenehmigung 2025 ausläuft.