Am Dienstag, dem 12. Mai, startete der Puchheimer Stadtrat in eine neue Ära. Die erste Sitzung des frisch gewählten Gremiums zog etwa 50 Zuschauer an, darunter Beiräte und ehemalige Stadträte, die gespannt lauschten, was sich unter dem neuen Bürgermeister Thomas Hofschuster (CSU) entwickeln würde. Hofschuster, nun mit der Amtskette geschmückt, gratulierte zunächst den neuen Stadträten und betonte, wie wichtig die Verantwortung für das Gemeinwohl sei. Ein respektvoller Umgang und sachlicher Austausch in der Kommunalpolitik waren ihm ein Anliegen, besonders angesichts der angespannten Haushaltslage. Da wurde gleich zu Beginn klar: Hier wird kein Blatt vor den Mund genommen!
Ein heiß diskutiertes Thema war die neue Hauptsatzung, die eine Erhöhung der Aufwandsentschädigung für die Stadträte vorsah. Doch nicht alle waren begeistert. Dr. Manfred Sengl von den Grünen und Alexander Bayas von den Linken lehnten die Erhöhung ab. Am Ende scheiterte die Abstimmung über die Hauptsatzung mit 15:16 Stimmen. Das führte dazu, dass die Erhöhung der Aufwandsentschädigung schnell kassiert wurde – und die Hauptsatzung dann doch mit 16 Ja-Stimmen verabschiedet wurde. Es war ein politisches Hin und Her, das die Anwesenden für drei Stunden fesselte.
Neues Gesicht im Stadtrat
Ein weiterer spannender Punkt der Sitzung war die Wahl der neuen Bürgermeister. Jean-Marie Leone wurde mit 24 von 31 Stimmen zum zweiten Bürgermeister gewählt, während Hans Knürr als dritter Bürgermeister mit 21 Stimmen ins Amt kam. Die Sitze in den Ausschüssen wurden verteilt, und Referenten ernannt – ein ganz normaler Ablauf, der jedoch das Fundament für die kommenden Projekte der Stadt legt. Es ist immer wieder faszinierend, wie viel Verantwortung und gleichzeitig auch Freude in einem solchen Gremium steckt!
Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass sich der Stadtrat im Jahr 2026 neu konstituieren wird. Ein paar altgediente Gesichter werden die Bühne verlassen, darunter Dorothea Sippel, die nach zwölf Jahren im Stadtrat mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen möchte – sie wird Ende des Jahres 80. Auch Dominik Dirnberger, Josef Ehrensberger und Wolfgang Wuschig, der seit 1980 aktiv war und als Gründungsmitglied der UBP gilt, scheiden aus. Neuzugänge wie Sabrina Färber und Andrea Lexhaller bringen frischen Wind ins Gremium.
Ein bunter Mix an Stimmen
Die Grünen mussten leider zwei Sitze abgeben, während Jenny Dinges neu ins Gremium einzieht. Auch die Gemeinsam für Puchheim (GfP) verlor zwei Sitze und hält nun nur noch einen. Michael Peukert bleibt dem Gremium erhalten, während Dr. Gudrun Horn und Michaela von Hagen, die als Fraktionssprecherin eine wichtige Rolle spielte, ebenfalls Platz für neue Gesichter machen. Es ist irgendwie komisch, wie sich die politische Landschaft so schnell verändert und doch gewisse Konstanten bestehen bleiben.
Insgesamt war die Sitzung ein Spiegelbild des Lebens in Puchheim, mit all seinen Höhen und Tiefen, seinen Herausforderungen und Chancen. Es bleibt zu hoffen, dass die neuen und alten Stadträte gemeinsam an einem Strang ziehen und das Gemeinwohl im Blick behalten. Schließlich gibt es viel zu tun – und gemeinsam kann man mehr erreichen!