Am 10. April 2026 haben es zwei unerschütterliche Radfahrer aus Nandlstadt, Roland Zimmert und Thomas Richter, gewagt: Sie machten sich um 3 Uhr morgens auf den Weg zum Gardasee. Die Strecke? Ein stolzes Stück von 377 Kilometern mit 2600 Höhenmetern, das sie innerhalb eines Tages bezwingen wollten. Wer bei diesen Zahlen nicht ins Schwitzen kommt, der hat das Radfahren nicht verstanden! Und das alles bei frischen Temperaturen, die einem das Gefühl geben, man sei in einer frostigen Winterlandschaft gefangen.

Die Straßen, so beschreibt es Zimmert, waren leer und die Stimmung mystisch. Nieselregen begleitete sie auf der ersten Etappe, und das erste Hindernis ließ nicht lange auf sich warten: Ein Platten am Vorderrad. Doch echte Radler lassen sich von solchen Kleinigkeiten nicht aufhalten. Nach einem Kaffeestopp in Achenkirch (Tirol) ging es bergab ins Inntal – ein kleiner Lichtblick in der frostigen Morgendämmerung. Der Weg führte sie weiter zum Brenner-Pass, wo die Stimmung dann doch etwas getrübt wurde. Bergauf kann man schon mal ins Schnaufen kommen, vor allem nach ein paar Stunden im Sattel.

Abenteuer am Lago di Garda

Nach 15 Stunden harter Arbeit auf dem Rad, mit einem Durchschnitt von 24 km/h, erreichten die beiden Freunde schließlich Rovereto – und damit den Lago di Garda! Der Anblick des glitzernden Wassers war wohl das schönste Geschenk nach diesem langen Tag. Die letzten 15 Kilometer bis nach Nago wurden mit einem Gefühl von Erleichterung und Zufriedenheit in Angriff genommen. Der Blick auf den See am Ende der Tour war ein wahrer Genuss, der all die Mühen wert war.

Die ganze Tour dauerte satte 16 Stunden, und die beiden Radfahrer hatten nicht nur die Strecke hinter sich gebracht, sondern auch jede Menge Erlebnisse und Bilder in ihren Köpfen. Nach der Rückkehr mit dem Bus in die Heimat konnten sie sich noch einmal über die vielen Herausforderungen und die atemberaubenden Landschaften austauschen. Obwohl sie beide über 50 Jahre alt sind, sprühen sie nur so vor Leidenschaft für das Radfahren. Zuvor hatten sie bereits an der M312-Tour auf Mallorca und am Arber-Radmarathon in Regensburg teilgenommen – echte Abenteurer, die auch Mitglieder des Audax Randonneurs Allemagne (ARA Nordbayern) sind.

Der Gardasee als Radfahrerparadies

Und was macht den Gardasee eigentlich so besonders für Radfahrer? Nun, der See bietet über 890 Rennradrouten, unterteilt in drei Schwierigkeitsgrade. Von sanften Ebenen im Süden mit Weinbergen und Olivenhainen bis hin zu den rauen Berghängen im Norden, wie dem Monte Baldo und Monte Tremalzo – hier ist für jeden Radler etwas dabei. Familienfreundliche Routen, wie der flache Weg von Lazise nach Punta San Vigilio, machen das Radfahren auch für weniger Geübte zu einem Vergnügen. Die anspruchsvollen Strecken, wie die Monte Velo und Monte Bondone Loops, bieten hingegen echte Herausforderungen für erfahrene Radfahrer.

Die besten Jahreszeiten, um in dieser malerischen Umgebung zu radeln, sind Frühling und Herbst. Die Temperaturen sind angenehm, während der Sommer heiß sein kann, aber in den Bergen oft kühlere Luft weht. Die Landschaft rund um den Gardasee ist nicht nur traumhaft schön, sondern auch mit zahlreichen Cafés und Trattorien gespickt, die nach einer langen Fahrt einen köstlichen Stopp ermöglichen. Wer sich auf den Weg macht, kann sich auf spektakuläre Ausblicke und charmante Dörfer freuen, die den Radler immer wieder auf neue Abenteuer einstimmen.

So bleibt der Gardasee ein beliebtes Ziel für Radfahrer – mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,4 Sternen aus über 4900 Bewertungen. Es gibt wohl keinen besser geeigneten Ort, um die Leidenschaft für das Radfahren zu zelebrieren. Und wenn man dann noch die herrlichen Ausblicke und die kulinarischen Köstlichkeiten genießen kann, dann wird jede Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis!