Heute ist der 25.06.2026 und die Anwohner der Auenstraße in Freising stehen vor einem echten Dilemma. Urlauber, die ihre Autos kostenlos abstellen, während sie in den Urlaub fliegen, haben die Parkplätze in der Nachbarschaft regelrecht überrannt. Es ist schon komisch, wie man sich in einer Stadt, die für ihre Schönheit und Lebensqualität bekannt ist, mit solchen Problemen herumschlagen muss. Die Parksituation hat sich durch den nahegelegenen Airportbus 635 weiter zugespitzt. Ein Bus, der die Reisenden schnell zum Flughafen bringt, aber die Anwohner im Gegenzug mit einem massiven Parkdruck zurücklässt.

350 besorgte Anwohner haben sich zusammengetan und eine Petition gestartet, um die Stadtverwaltung endlich zum Handeln zu bewegen. Anwohnerin Kerstin Heyne, die die Petition initiiert hat, sieht es als unerlässlich, dass hier etwas passiert. Schließlich blieb ein erster Versuch im Jahr 2019 ohne Ergebnis – und das kann man sich heutzutage wirklich nicht mehr leisten. Oberbürgermeisterin Monika Schwind hat zwar Verständnis für die Anliegen der Anwohner, doch sie gibt zu bedenken, dass die Stadt rechtlich eingeschränkt ist. Anwohnerparken kann nur unter bestimmten Bedingungen angeordnet werden: 80% der Parkplätze müssen dauerhaft belegt sein, und die Parkplätze müssen mehr als 500 Meter vom Wohnort entfernt sein. Ein bisschen absurd, oder?

Ein Vorschlag aus der Nachbarschaft

Kerstin Heyne hat eine Lösung parat: eine Höchstparkdauer von 24 Stunden für Urlauber! Das wäre ein erster Schritt, um das Parken für Flugreisende unattraktiv zu machen. Schließlich haben viele Anwohner zwei bis drei Autos pro Haushalt, während in der Tiefgarage nur ein Parkplatz pro Wohneinheit zur Verfügung steht. Ursprünglich waren für die Wohnanlage 325 Stellplätze vorgesehen, doch die Stadt hat 106 davon übernommen und entlang der Auenstraße gebaut. Diese öffentlichen Parkplätze sollten für Anwohner und deren Gäste reserviert sein – nicht für die Urlauber, die ihre Koffer packen und die Stadt verlassen. Es ist nur logisch, dass die Anwohner zuerst kommen.

Die Situation wird sich vermutlich nicht entspannen, denn ein neues Baugebiet, die Seilerbrücklwiesen, steht in den Startlöchern. Hier werden 500 bis 600 neue Einwohner und ein neues Kinderhaus erwartet. Der Parkdruck könnte also noch weiter steigen. Das ist nicht gerade ein Grund zur Freude. Längsparkende Autos entlang der Auenstraße erschweren den Begegnungsverkehr und machen das Parken für die Anwohner zur Geduldsprobe.

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Die rechtlichen Rahmenbedingungen

Im Kontext der parkenden Urlauber ist auch das Thema Anwohnerparkausweis interessant. Immer mehr Kommunen ziehen die Gebühren für Anwohner-Parkplätze an. Ein solcher Ausweis ist nicht nur kostenpflichtig, sondern gilt auch nur in einer fest definierten Zone. Das bedeutet, dass man sich nicht einfach auf einen bestimmten Parkplatz stellen kann – das gibt’s nicht. Die Gültigkeit reicht von mehreren Monaten bis zu zwei Jahren, aber Anspruch auf einen konkreten Stellplatz hat man nicht. Das Ziel? Fremde Fahrzeuge aus Wohngebieten mit hohem Parkdruck fernhalten, aber wie das in Freising genau umgesetzt werden kann, bleibt fraglich.

Seit Oktober 2020 liegt die Gebührenhoheit beim Bewohnerparken bei den Bundesländern. Die Obergrenze von 30,70 Euro pro Jahr wurde abgeschafft, und die Städte dürfen jetzt selbst entscheiden, wie viel sie an Gebühren verlangen. In Bayern und Sachsen-Anhalt liegen die Preise noch bei gut 30 Euro pro Jahr oder sogar darunter. Das klingt erstmal fair, aber die Realität sieht oft anders aus. In einigen Städten, wie Bonn, können die Kosten für einen Bewohnerparkausweis schon mal 360 Euro jährlich betragen – ein enormer Unterschied!

Wer einen Ausweis beantragen möchte, muss zudem einige Voraussetzungen erfüllen: Wohnsitz im Lizenzgebiet, das Fahrzeug muss auf den Antragsteller zugelassen sein oder dauerhaft genutzt werden. Bei Firmenwagen braucht es eine Bestätigung des Arbeitgebers. Und sollte der Ausweis verloren gehen, muss man sogar eine eidesstattliche Versicherung ablegen. Falschparken in einer Bewohnerparkzone kann zu Verwarngeld führen und im schlimmsten Fall wird das Fahrzeug abgeschleppt. Das will wirklich niemand erleben!

Die Diskussion um Parkplätze in Freising zeigt, wie wichtig es ist, die Bedürfnisse der Anwohner ernst zu nehmen. Wenn sich die Stadt nicht bald um eine Lösung bemüht, könnte die Auenstraße bald nicht nur mit Autos, sondern auch mit Frustrationen überquellen. Es bleibt zu hoffen, dass die Stadtverwaltung den Anliegen der Bürger Gehör schenkt und eine Lösung findet, die für alle tragbar ist.

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