Johannispark im Wandel: Ein teurer Neuanfang für Freisings grünes Herz
Heute ist der 22.06.2026 und in Freising tut sich was. Der Umbau des Johannisparks – ein Thema, das die Gemüter erhitzt. Mit 8:6 Stimmen hat der Planungsausschuss jetzt die Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Was wird aus diesem beliebten Park, der in den letzten Jahren mehr Baustelle als Erholungsort war? Ein neues Gesicht soll her, und das kostet! Ganze 1,25 Millionen Euro werden veranschlagt. Ein stolzer Betrag – aber Freising ist bereit, die Herausforderung anzunehmen.
Eine der größten Herausforderungen ist die Verlegung der öffentlichen Toilette an der Johannisstraße. Das klingt banal, aber hier müssen wir eine Fernwärmeleitung aufgraben, und das schlägt mit 170.000 Euro zu Buche. Die Stadt plant, Fördergelder aus der Städtebauförderung zu beantragen, um diese Kosten etwas abzufedern. Man muss ja schließlich auch auf die Ausgaben schauen!
Grünflächen und Verkehrsanbindung
Die ursprünglichen Ideen für den Park stammen aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept von 2011. 2017 wurden die Pläne konkretisiert und seit 2022 gibt es eine genehmigte Planung. Die Stadt hat sich entschieden, die Kosten zu reduzieren, indem auf eine Brücke über die Wörthmoosach und einen Brunnen verzichtet wird. Vieles wird sich verändern, doch bestehende Grünstrukturen im nördlichen Bereich des Parks bleiben erhalten und werden sogar ergänzt. Im Süden ist eine intensivere Begrünung angedacht, um das Gesamtbild aufzuwerten.
Die Verkehrsanbindung wird ebenfalls verbessert. Geplant sind zwei Bushaltestellen für den Stadtbusverkehr, eine Haltebucht für Touristenbusse und eine Fahrradschleuse an der Karlwirtskreuzung. Ulrich Vogl von „Gemeinsam für Freising“ regte an, die Haltestellen auf die Landkreisbuslinien auszuweiten. Eine gute Idee, denn wer mag es nicht, wenn man bequem in die Stadt und wieder nach Hause kommt?
Stimmen aus dem Stadtrat
Doch nicht alle sind glücklich mit den Plänen. Robert Weller von der FW äußerte Bedenken hinsichtlich der finanziellen Lage der Stadt. Maximilian Breu von den Grünen wollte die Beschlüsse getrennt fassen, da er der Bushaltestelle nicht wohlgesonnen ist. Und Rudi Schwaiger von der CSU beantragte sogar die Vertagung des Beschlusses, fand jedoch keine Mehrheit. Die Meinungen prallen aufeinander, und das ist nicht weiter verwunderlich in einer Stadt, in der jeder sein Herzblut in die Sache steckt.
Ein überfraktioneller Nachprüfungsantrag wurde von Peter Warlimont (SPD) initiiert, um die Umsetzung vorerst auszusetzen und im Rahmen der Haushaltsberatungen für 2027 neu zu bewerten. Ein kluger Schachzug, wenn man bedenkt, dass einige Stadträte, darunter Mitglieder von SPD, CSU, Grünen und FW, den Antrag unterzeichnet haben. Es bleibt spannend, wie sich das Ganze entwickeln wird.
Der Johannispark hat das Potenzial, ein echtes Herzstück der Stadt zu werden, ein Ort der Begegnung und des Rückzugs. Aber ob es wirklich so kommen wird, steht noch in den Sternen. Die Bürgerinnen und Bürger sind gefragt, ihre Stimmen zu erheben und die Entwicklung aktiv zu begleiten. Und das ist wohl das Wichtigste: Ein Park lebt von den Menschen, die ihn besuchen und gestalten.
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