Leinen los oder gefährlich nah? Rudelzhausen im Hunde-Dilemma
Heute, am 24.06.2026, ist in Rudelzhausen einiges los, und das nicht nur wegen der warmen Sommertage. Bürgermeister Michael Krumbucher hat ein ernstes Anliegen, das die Gemeinde beschäftigt. Die Zahl der Vorfälle mit freilaufenden Hunden nimmt zu und die Folgen sind nicht zu übersehen. Gerade erst wurde eine Joggerin gebissen, und zwei Rehe sind ebenfalls den freilaufenden Hunden zum Opfer gefallen. Das ist nicht nur traurig, sondern auch gefährlich für alle Beteiligten.
In der letzten Gemeinderatssitzung hat Krumbucher eindringlich an die Bürger appelliert, ihre Hunde anzuleinen. Bereits zum Jahresende 2025 wurde dieser Aufruf erneuert. Und es sollte nicht ignoriert werden – im Winter 2025 fand man zwei gerissene Rehe, wahrscheinlich durch Hunde, die ohne Aufsicht unterwegs waren. Der Bürgermeister ist entsetzt über die häufige Aussage von Hundehaltern: „Der beißt ned.“ So einfach ist es nicht! Hunde sind Tiere mit Instinkten, und es liegt in der Verantwortung der Halter, auf sie zu achten.
Ein Appell an die Gemeinschaft
Die Gemeinde hat darauf reagiert und die Hundeverordnung verschärft. Neu ist die Erweiterung der Leinenpflicht auf Radwege. Das ist wichtig, denn auch Radfahrer haben ein Recht auf ungestörte Fahrt und Sicherheit. Die Beschwerden über unbeaufsichtigte Hunde auf den Straßen häufen sich, und das ist nicht nur für die Tiere gefährlich. Ohne Leine können sie in die Quere von Autofahrern und Fußgängern geraten – ein gefährliches Unterfangen für alle.
Die geltenden Regelungen sind klar: Hunde mit einer Schulterhöhe von mindestens 50 cm sowie Kampfhunde müssen an einer maximal 2 Meter langen, reißfesten Leine geführt werden. Auf öffentlichen Wegen und Straßen haben sie nichts verloren, wenn sie nicht angeleint sind. Hundehalter sind gefordert, Vorkehrungen zu treffen – sei es durch Umzäunungen, Zwinger oder Anketten. Und wer sich nicht daran hält, der muss mit Geldbußen rechnen. Die Gemeinde ist hier nicht nachtragend, sondern sieht es als ihren Auftrag, die Bevölkerung sowie die Hunde zu schützen.
Verantwortung und Konsequenzen
Krumbucher betont, dass die Hundehalter Verantwortung übernehmen müssen. Sie sollten ihre Vierbeiner nicht nur mit dem Satz „Der beißt ned“ entschuldigen. Es ist an der Zeit, dass jeder Hundehalter sein Tier im Blick hat und die Vorschriften einhält. Wenn jemand gegen die Regeln verstößt, wird er ins Rathaus zur „Belehrung“ eingeladen. Bei wiederholten Verstößen drohen sogar Bußgelder. Das klingt hart, aber vielleicht ist es notwendig, um ein Bewusstsein zu schaffen.
Die Gemeinde bittet die Hundehalter eindringlich, die Regelungen zu beachten. Schließlich geht es hier um die Sicherheit aller, sowohl für Mensch als auch Hund. Es ist ein Aufruf zur Gemeinschaft. Wenn wir alle ein bisschen mehr darauf achten, was wir tun, wird Rudelzhausen ein noch schönerer Ort für alle – ob mit oder ohne vierbeinige Begleiter.
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