Heute ist der 21.05.2026 und im Landkreis Freising, wo das Leben oft von der ländlichen Idylle geprägt ist, bringen aktuelle Ereignisse ein wenig Unruhe in die Geflügelhaltung. Ab sofort gelten strengere Schutzmaßnahmen für alle Geflügelhalter. Der Grund? Bestätigte Ausbrüche der Newcastle-Krankheit im benachbarten Landkreis Erding. Während sich die Sorgenfalten bei den Tierhaltern vertiefen, bleibt Freising vorerst verschont – kein Verdachtsfall und keine infizierten Tiere im Landkreis.
Die neuen Maßnahmen beinhalten die Einrichtung einer Schutz- und einer Überwachungszone. Die Schutzzone hat einen Radius von drei Kilometern, der bis in Teile der Gemeinde Hallbergmoos reicht. Das bedeutet, dass die Geflügelhalter in diesem Bereich sich auf strenge Biosicherheitsmaßnahmen einstellen müssen. Dazu gehört eine verpflichtende Aufstallung der Tiere sowie ein Verbringungsverbot. Fünf kleinere Geflügelhaltungen mit weniger als 20 Tieren in der Schutzzone wurden bereits kontrolliert. In der Überwachungszone, die Hallbergmoos, Eching, Neufahrn, Marzling und Teile des Freisinger Stadtgebiets umfasst, sind es rund 140 Betriebe – überwiegend kleinere oder private Haltungen.
Die Newcastle-Krankheit im Fokus
Ein Blick auf die Newcastle-Krankheit macht deutlich, warum diese Maßnahmen ergriffen werden. Diese hochansteckende Viruserkrankung gefährdet vor allem Hühner und Puten, und das Virus hat es faustdick hinter den Ohren. Es verbreitet sich über Kot, Körpersekrete und sogar die Atemluft der infizierten Tiere. Indirekt kann das Virus auch über Fahrzeuge, Kleidung, Futter oder Transportkisten eingeschleppt werden. Aber keine Sorge – für Menschen und andere Haustiere stellt die Erkrankung laut Veterinäramt keine Gefahr dar. Dennoch bleibt eine Impfung für Hühner- und Putenbestände gesetzlich vorgeschrieben. Das Veterinäramt appelliert ganz eindringlich an die Geflügelhalter, die Hygienevorgaben einzuhalten und den Impfstatus regelmäßig zu überprüfen.
Besonders interessant ist, dass der Landkreis Freising bereits im März auf die Newcastle-Vorfälle im Nachbarlandkreis reagiert hat. Es zeigt sich, wie wichtig es ist, schnell und entschlossen zu handeln, um mögliche Ausbrüche zu verhindern. Tierhalter werden zudem schriftlich über die aktuellen Bestimmungen informiert, und es sind stichprobenartige Kontrollen geplant.
Die Situation in der Region
Die Maßnahmen, die nun in Freising gelten, sind nicht nur eine Reaktion auf die aktuelle Lage, sondern auch ein Zeichen für die enge Vernetzung zwischen den Landkreisen. Ein Ausbruch in Erding könnte schnell Auswirkungen auf die Nachbarn haben, und das ist jedem klar, der in der Landwirtschaft tätig ist. Die dörfliche Gemeinschaft ist stark, und die Sorge um das Vieh ist auch eine Sorge um die eigene Existenz. Es ist nicht nur der Verlust von Tieren, sondern auch die wirtschaftlichen Folgen, die oft schwer wiegen. Die strengen Maßnahmen können zwar unangenehm sein, doch sie sind notwendig, um die Gesundheit der Tiere zu schützen und die Landwirtschaft in der Region zu sichern.
In diesen turbulenten Zeiten bleibt nur zu hoffen, dass die Geflügelhalter in Freising und Umgebung die Maßnahmen ernst nehmen und sich an die Vorgaben halten. Nur gemeinsam können wir das Risiko minimieren und dafür sorgen, dass die ländliche Idylle, für die Bayern bekannt ist, auch weiterhin bestehen bleibt. Denn letztlich geht es um mehr als nur ein paar Hühner – es geht um die Zukunft der heimischen Landwirtschaft.