Heute ist der 26.06.2026 und in Freising gibt es etwas zu berichten, was die Herzen der Stadtbewohner bewegt. Am Fürstendamm steht eine Brunnenfigur, die nicht nur beeindruckt, sondern auch Geschichten erzählt – und zwar nicht immer die schönste. Mit einer stattlichen Höhe von 2,10 Metern und einem Gewicht von fast einer Tonne thront die Statue auf einer künstlichen Felsformation. Leider sprudelt das Wasser aus dem Füllhorn nicht mehr, seit die Wintermonate ihr zugesetzt haben. Der Grund? Die Statue bröselt an mehreren Stellen und ein Restaurator hat Bedenken, dass das Wasser den bereits bestehenden Schäden nur noch mehr zusetzen könnte.

Besonders schade ist, dass das Moos auf den Sockelsteinen, das sprudelndes Wasser braucht, um nicht zu schädigen, schon braun und bröckelig geworden ist. Dieses Moos gehört zur Gattung Cratoneuron – eine Rarität, die normalerweise nur an Bergquellen vorkommt. Die Stadt Freising hat die Situation im Blick und holt Angebote zur Behebung der Schäden ein. Dabei müssen Stadtplanung und Denkmalschutz eng zusammenarbeiten, was manchmal wie ein Tanz auf dem Drahtseil wirkt.

Ein Stück Geschichte

Wusstet ihr, dass die aktuelle Figur nicht das Original ist? Die ursprüngliche Statue wurde 1700 von Franz Ableithner geschaffen, doch 1802/03 abgebrochen. Ein Stück Geschichte, das erst 1869 auf einer Schutthalde wiederentdeckt wurde, als die Stadt sie für 60 Gulden kaufte. Sie fand ihren Platz in der Luitpoldanlage, wurde 1901 an den Fürstendamm versetzt und 1989 schließlich ans Diözesanmuseum übergeben, wo sie bis 2002 ausgestellt war – und danach eingelagert wurde. 2024 soll sie dann im Domhof zur Feier des Stadtjubiläums wieder aufgestellt werden. Das ist doch ein Grund zum Feiern!

Aktuell steht am Fürstendamm eine Replik aus istrischem Kalkstein, gefertigt von Wilhelm Breitsameter. Dieser Kalkstein ist zwar witterungsbeständig, doch die Schäden an der Brunnenfigur sind nicht zu ignorieren. Die Stadtgärtnerei kümmert sich regelmäßig um das Moos, aber laut Drobny reicht das nicht aus, um die kleine grüne Oase zu retten. Das Moos mag nicht gefährdet sein, aber die Lebensräume, in denen es gedeiht, stehen unter Schutz.

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Blick in die Zukunft

Die Stadtsprecherin deutet bereits Überlegungen zur Zukunft der Replik an. Man könnte fast sagen, die Figur ist wie ein guter Wein – sie braucht Zeit, um zu reifen, aber es gibt auch Bedenken hinsichtlich ihrer Erhaltung. Wenn man bedenkt, wie viel Geschichte in dieser Statue steckt und was sie für die Stadt bedeutet, wird klar, dass es hier um mehr geht als nur um ein Stück Stein. Es geht um Identität, um Erinnerungen und um die Verbindung zur Vergangenheit.

Die Abstimmungen zwischen Stadtplanung und Denkmalschutz laufen, aber die Zukunft bleibt ungewiss. Wird die Stadt es schaffen, sowohl die Figur als auch das Moos zu retten? Oder wird die Brunnenskulptur, die einst ein Stück des Freisinger Lebens war, in der Geschichte verblassen? Nur die Zeit wird es zeigen. Doch eines ist sicher: Die Freisinger bleiben ihrem Wahrzeichen treu und hoffen auf eine glorreiche Rückkehr der Brunnenfigur im kommenden Jahr.

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