Heute ist der 6.05.2026, und in Erding gibt es Grund zur Freude und Aufregung. Am Fliegerhorst wurde das neue Drohnenkompetenz- und Abwehrzentrum (DKAZ) feierlich eröffnet. Bei diesem Anlass gab es eine spektakuläre Vorführung, bei der eine Drohne zerschellte, nachdem sie von einer Abwehrdrohne der Polizei getroffen wurde. Ein echtes Spektakel, das nicht nur die Anwesenden beeindruckte, sondern auch die Bedeutung des DKAZ für die Sicherheit der Bevölkerung unterstrich.

Oberbürgermeister Max Gotz von der CSU stellte eindringlich klar, wie wichtig dieses Zentrum für die Sicherheitslage in Erding ist. „Wir haben hier ein echtes Zukunftsprojekt“, sagte er. Auch Landrat Martin Bayerstorfer, ebenfalls CSU, hob hervor, dass das DKAZ die wirtschaftliche Situation im Landkreis Erding erheblich verbessern wird. Er bezeichnete es sogar als „Zukunftssicherung“ für die Region. Und das ist kein leeres Geschwätz. Im Herbst 2022 gab es bereits mehrere Drohnenflüge über dem Flughafen München und dem Fliegerhorst Erding, die zu einer Reaktion des bayerischen Kabinetts führten. Man kann sich vorstellen, dass nach solchen Vorfällen die Notwendigkeit für eine effektive Abwehr noch drängender wurde.

Von der Idee zur Realität

Die Einrichtung des DKAZ wurde im Oktober 2025 beschlossen und nahm am 1. April 2026 den Betrieb auf. Am Fliegerhorst Erding werden nun innovative Systeme erprobt und Einsatzkräfte geschult, was nicht nur für die Sicherheit, sondern auch für die technologischen Fortschritte in der Region von Bedeutung ist. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann waren zur Eröffnung anwesend und ließen sich die beeindruckenden Fortschritte zeigen.

Doch das DKAZ ist nicht das einzige bemerkenswerte Projekt am Fliegerhorst. Dort befindet sich auch das „Innovationszentrum Bundeswehr“, wo Start-ups an Zukunftstechnologien wie Künstlicher Intelligenz und Drohnentechnologie arbeiten. Das 2022 gegründete Innovationslabor „System Soldat“ kooperiert eng mit dem Wehrwissenschaftlichen Institut für Werk- und Betriebsstoffe. Das alles verspricht nicht nur spannende Entwicklungen, sondern auch rund 100 neue Arbeitsplätze, die hier entstehen sollen.

Ein Blick in die Zukunft

Ursprünglich hatte die Stadt Erding geplant, auf der Konversionsfläche einen neuen Stadtteil zu entwickeln. Doch das Bundesministerium für Verteidigung hatte andere Pläne und entschied, den Fliegerhorst nicht aufzugeben. Nun werden die Planungen für die Nutzung des Fliegerhorsts verhandelt, und es gibt berechtigte Hoffnungen auf einen neuen Bahnhof am Eingang des Fliegerhorsts. Oberbürgermeister Gotz zeigt sich optimistisch, da die Bundeswehr an einer schnellen Fertigstellung interessiert ist. Das könnte für die gesamte Region einen echten Aufschwung bedeuten.

Die Entwicklung des DKAZ und der damit verbundenen Projekte ist ein spannendes Kapitel in der Geschichte Erdings. Der Fliegerhorst wird nicht nur als Sicherheitsstandort, sondern auch als Innovationsschmiede wahrgenommen. Hier wird Zukunft geschrieben – und das mit einem klaren Fokus auf Sicherheit, Technologie und wirtschaftlichem Wachstum. Ein echter Grund zur Freude für alle Erdinger!