Heute ist der 5. Mai 2026, und in Erding sorgt ein Urteil für Aufregung: Sieben Aktivisten der Gruppe Letzte Generation wurden am Amtsgericht verurteilt. Das Verfahren, das ursprünglich eine Woche später angesetzt war, fand bereits am 29. April statt. Die Strafen sind alles andere als mild: Sechs von ihnen müssen 140 Tagessätze à 15 Euro zahlen, während die siebte, vorbestrafte Angeklagte gleich 160 Tagessätze aufbrummen muss. Die Staatsanwaltschaft hatte sogar eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten gefordert – ein deutliches Zeichen für den Ernst der Lage.

Die Aktivisten hatten im Mai 2024 den Münchner Flughafen für mehrere Stunden lahmgelegt. Ihr Vorgehen war nicht gerade unauffällig: Sie reisten mit einem Mietwagen an, schnitten den Zaun durch und klebten sich auf den Zuwegen fest. Eine Gruppe wurde allerdings schon beim Zaun von der Polizei abgefangen. Interessanterweise ließ der Richter Björn Schindler die Anklage wegen Störung des öffentlichen Betriebs fallen, da kein direkter Zusammenhang zwischen der Zaunbeschädigung und der Einstellung des Flugbetriebs festgestellt werden konnte. Der Sachschaden beläuft sich auf fast 4000 Euro am Zaun und etwa 1600 Euro an den Straßen, die durch den Einsatz von Winkelschleifern beschädigt wurden.

Gescheiterte Aktionen und hohe Schulden

Die Angeklagten gestanden ihre Taten und hatten kein Interesse daran, Beweismittel zurückzuholen. Sie gaben zudem an, dass sie keine weiteren Aktionen planen – die Gruppierung habe sich aufgelöst. Doch hinter dieser Aussage könnte eine tiefere Verzweiflung stecken: Die aktivistischen Schulden belaufen sich bereits auf Millionenhöhe, und eine Privatinsolvenz ist für sie nicht möglich. Zivilrechtliche Verfahren wegen Schadensersatzforderungen und möglicher weiterer Aktionen laufen noch.

Die Klimakrise ist für viele ein drängendes Thema – nicht nur hier in Deutschland. Die Uhr tickt, und viele sind sich einig, dass der kritische Kipppunkt bereits überschritten ist. Währenddessen zieht die Klimabewegung auch in anderen Ländern und Städten ihre Kreise. In Deutschland sind die Fridays for Future Demos nach wie vor aktiv und protestieren gegen die Klimapolitik der Bundesregierung, oft vor den Parteizentralen von CDU und SPD.

Ein Blick auf die breitere Klimabewegung

Die Kritik an der Wirtschaftsministerin Katherina Reiche wird lauter, besonders von Seiten von Fridays for Future, die ihr Kungelei mit der Gaslobby vorwerfen. Und auch andere Klimaaktivisten setzen Zeichen: In Hamburg blockierten zehn Aktivisten den Flughafen, was zeigt, wie verzweifelt einige sind, um Aufmerksamkeit auf die Klimakrise zu lenken. In Berlin wurden fast 5700 Strafverfahren gegen Mitglieder der Letzten Generation eingeleitet, unter anderem wegen Nötigung und Sachbeschädigung. Diese Entwicklungen zeigen deutlich, dass die Klimabewegung nicht nur in Bayern, sondern bundesweit und sogar international an Fahrt gewinnt.

Wir leben in bewegten Zeiten, und ob die Maßnahmen der Regierung oder die Stimmen der Aktivisten tatsächlich Gehör finden, bleibt abzuwarten. Klar ist: Die Diskussion über den Klimaschutz wird uns noch lange begleiten.