Die Feuerwehr Moosen feiert ein ganz besonderes Jubiläum. Zum 150-jährigen Bestehen versammelten sich vom 16. bis 18. Mai 2026 Oldtimer-Enthusiasten und Feuerwehrfreunde in der kleinen Gemeinde. Trotz des Regenwetters, das bekanntlich vor größeren Festen der Feuerwehr Moosen nicht fehlen darf, ließen sich rund 300 historische Fahrzeuge blicken. Ein wahrlich imposanter Anblick!

Die Veranstaltung begann am Vatertag mit dem Motto „Oldtimertreff und Ochs am Grill“. Das Zelt war um 12 Uhr proppenvoll, die Stellplätze am Fußballplatz ebenfalls. Oldtimer-Fans, die aus Poxau bei Frontenhausen anreisten, brauchten dafür 1,5 Stunden für die 40 Kilometer. Der Enthusiasmus war nicht zu übersehen. Josef Niedermaier präsentierte einen Unimog 407, von dem es nur 600 Exemplare gibt. Und die Armstorfer Oldtimerfreunde waren mit gleich drei Fiat-Schleppern vertreten. Uwe Moosmann, Vorsitzender der Armstorfer Oldtimerfreunde, war positiv überrascht von der hohen Teilnehmerzahl, trotz des nassen Wetters.

Eine Reise in die Vergangenheit

Die Wurzeln der Feuerwehr Moosen reichen bis ins Jahr 1876 zurück. Damals, nach einem Gottesdienst, gründeten elf Männer die Feuerwehr – eine mutige Entscheidung in einer Zeit, in der es in der Region weder Strom noch Telefon gab. Diese Gründung fiel in eine Phase großer gesellschaftlicher Umbrüche; das Deutsche Reich war gerade einmal fünf Jahre alt. Die allererste Dampflok ließ 22 Jahre auf sich warten, doch die Feuerwehr war von Anfang an eine wichtige Institution im Dorfleben.

Ein besonderes Highlight der Jubiläumsveranstaltung war die Ausstellung von historischen Fahrzeugen. Unter anderem wurden eine Feuerwehrspritze von 1908 aus Hubenstein und die restaurierte Moosener Spritze präsentiert, die von Tom Kneißl und Stephan Fellermayer liebevoll in Stand gesetzt wurde. Auch das erste Feuerwehrfahrzeug, das aus dem Fuhrpark der US-Armee stammte, war eine spannende Attraktion. Diese Stücke sind nicht nur aus Stahl und Holz – sie erzählen Geschichten aus der Vergangenheit, von Bränden, Mut und Nachbarschaftshilfe.

Die Entwicklung der Feuerwehr Moosen

Die Feuerwehr hat sich seit ihrer Gründung stetig weiterentwickelt. Neun Jahre nach der Gründung zählte sie bereits 100 Mitglieder bei nur 695 Einwohnern. Ein beachtlicher Wert! Die erste Motorspritze wurde 1947 angeschafft, finanziert durch einen Feuerwehrball und eine Lotterie. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Technik enorm verändert. Heute kommen 67 aktive Mitglieder bei bis zu 30 Einsätzen pro Jahr zum Einsatz. All dies wird unter der Leitung von Kommandant Christian Kronseder, der seit 2015 im Amt ist, organisiert.

Die Feuerschutztechnik hat sich ebenfalls verändert. Moderne Geräte, wie Wärmebildkameras, unterstützen die Feuerwehrleute heute bei ihren Einsätzen. Dennoch wird auch auf die Tradition Wert gelegt. Die erste Feuerspritze der Feuerwehr ist bis heute erhalten und wird liebevoll restauriert. Bei der Jubiläumsfeier war auch die antike Spritze der Nachbarwehr Hubenstein zu sehen – ein Zeugnis vergangener Zeiten.

Ein Fest für die ganze Familie

Das Jubiläum war nicht nur für die Oldtimer-Fans ein Fest. Die Ausfahrt nach Maiselsberg und zurück sorgte bei Fahrern und Zuschauern für große Freude. Familie Hofstetter aus Taufkirchen, die mehrere Oldtimer aus verschiedenen Generationen besitzt, war ebenfalls vor Ort und erfreute sich an der Vielfalt der ausgestellten Fahrzeuge. Es war ein Tag voller nostalgischer Momente, duftender Grillwürste und fröhlicher Gesichter.

Die Feuerwehr Moosen ist nicht nur ein wichtiger Teil der Dorfgemeinschaft, sondern auch ein Ort, an dem Geschichte lebendig bleibt. Die Veranstaltung wurde nicht nur lokal, sondern auch über soziale Medien beworben, was zeigt, wie die Feuerwehr den Anschluss an moderne Zeiten gefunden hat. Mit einem QR-Code konnte man sogar Tickets für einen Kabarettabend erwerben. Eine gelungene Mischung aus Tradition und Moderne! Die Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag der Feuerwehr Moosen werden sicherlich in Erinnerung bleiben.