Ein Priester auf neuen Wegen: Oleksandr Petrynko verlässt das Collegium Orientale für die Schweiz
Heute ist der 27.05.2026, und wir werfen einen Blick auf eine bedeutende Veränderung in der katholischen Landschaft Bayerns. Oleksandr Petrynko, der Rektor des Collegium Orientale in Eichstätt, wird seine Zelte in Deutschland abbrechen und künftig als Priester im Bistum Chur in der Schweiz wirken. Ein Schritt, der sowohl für ihn als auch für die Gemeinschaft, die er hinterlässt, von großer Bedeutung ist.
Seit 1998 ist Petrynko in Eichstätt, wo er seine Wurzeln geschlagen hat. Mit einer Promotion im Fach Alte Kirchengeschichte und Patrologie hat er nicht nur akademisches Wissen erlangt, sondern auch eine tiefe Verbundenheit zur Gemeinschaft entwickelt. 2008 übernahm er das Amt des Vizerektors, und seit September 2014 ist er Rektor des Collegium Orientale. Unter seiner Leitung hat sich das Seminar, das als Heimat für Priesterseminaristen und Geistliche aus den Ostkirchen dient, weiterentwickelt. Es ist ein Ort, an dem nicht nur katholische Ostkirchen, sondern auch orthodoxe Christen willkommen sind – eine echte Oase des interreligiösen Dialogs.
Ein Ort der Begegnung und des Dialogs
Das Collegium Orientale ist mehr als nur ein Priesterseminar. Es bietet geistliche Beheimatung und spirituelle Begleitung für Studenten aus östlichen apostolischen Kirchen. Die besondere Studienförderung zielt darauf ab, Kollegiaten auf ihrem Weg zum Priestertum zu unterstützen und sie für den Dienst in ihren Heimatkirchen zu qualifizieren. Hier wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern es wird auch ein Raum geschaffen, in dem Begegnungen zwischen den Kirchen des Ostens und des Westens gefördert werden.
Die Entscheidung, seinen Posten auf eigenen Wunsch aufzugeben, wird sicherlich nicht leicht gefallen sein. Petrynko hat in den letzten Jahren nicht nur seine akademischen Fähigkeiten eingebracht, sondern auch eine Brücke zwischen verschiedenen Glaubensrichtungen gebaut. Seine Leidenschaft, den Dialog zu fördern, wird in der Schweiz, wo er künftig wirken wird, sicher von großem Wert sein.
Ein neuer Anfang in der Schweiz
Der Wechsel nach Chur stellt für ihn eine neue Herausforderung dar. Hier wird er nicht nur seine priesterlichen Aufgaben wahrnehmen, sondern auch die Möglichkeit haben, seine Erfahrungen und sein Wissen in einer anderen Kultur einzubringen. Das Bistum Chur, bekannt für seine malerische Landschaft und reiche Tradition, wird ihn mit offenen Armen empfangen. Es wird spannend zu sehen, wie Petrynko seine Visionen und Ideen in diesem neuen Umfeld umsetzen wird.
Sein Abschied wird sicherlich nicht nur von Melancholie geprägt sein. Die vielen Begegnungen, die er im Collegium Orientale hatte, werden in den Herzen derer weiterleben, die ihn kannten. Die Erinnerungen an inspirierende Gespräche, gemeinsames Lachen und die spirituelle Begleitung werden ihn begleiten, während er diesen neuen Lebensabschnitt beginnt. In Eichstätt wird man ihn vermissen, aber die Hoffnung auf einen fruchtbaren Dialog zwischen den Kulturen bleibt lebendig.
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