15 Jahre Bundesfreiwilligendienst: Eichstätts Erfolgsstory zwischen Herausforderung und Chance
Heute ist der 3. Juli 2026 und die Stadt Eichstätt feiert ein ganz besonderes Ereignis. Am 1. Juli wurde das 15-jährige Jubiläum des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) gefeiert. Es hat sich viel getan in der Zeit. Der Diözesan-Caritasverband Eichstätt zieht eine durchweg positive Bilanz. Bei einem Blick zurück auf die letzten 15 Jahre wird deutlich: 662 Menschen haben in katholisch-sozialen Einrichtungen im Bistum Eichstätt ihren BFD absolviert. Das ist eine beeindruckende Zahl!
Unter den Freiwilligen finden sich erstaunlich viele Frauen, etwas mehr als die Männer, und die Altersspanne reicht von 15 bis 69 Jahren. Über 500 Freiwillige waren unter 27 Jahre alt, während sich gut 40 über 50 Jahre alt sind. Einige nutzen den Dienst als Sprungbrett für eine Ausbildung oder eine neue berufliche Herausforderung. Es ist auch zu beachten, dass etwa 150 Freiwillige direkt aus dem Ausland kamen oder nach einem Au-pair-Jahr in Deutschland für einen BFD geblieben sind. Fast jede vierte Person stammt aus einem anderen Land, und die Tendenz ist steigend. Das zeigt, wie attraktiv der BFD auch für internationale Bewerberinnen und Bewerber ist!
Nachhaltige Impulse und Herausforderungen
Die meisten BFD-Plätze finden sich in Seniorenheimen, in der Behindertenhilfe und in Kindertagesstätten. Jüngere Einheimische nutzen den BFD häufig als Orientierungsphase oder Überbrückung zwischen Schule und Beruf. Interessanterweise streben viele internationale Freiwillige eine berufliche Perspektive im Pflegebereich an. Hier sind die Plätze sehr begehrt: Rund 95 Prozent der etwa 50 verfügbaren Plätze waren in den letzten Jahren belegt. Aktuell leisten 55 Freiwillige ihren Dienst in etwa 30 Einsatzstellen. Doch es gibt auch Herausforderungen zu meistern. Die Nachfrage ist hoch, aber die Plätze sind aufgrund finanzieller Belastungen von Einrichtungen und ausgeschöpftem Kontingent nicht immer verfügbar. Besonders betroffen sind Einrichtungen in der Behindertenhilfe und den Kitas.
Der Caritasverband zahlt den Freiwilligen ein monatliches Taschengeld von 825 Euro. Ein fairer Lohn, der jedoch durch die steigenden Kosten und die Herausforderungen in den sozialen Einrichtungen immer wieder auf den Prüfstand gestellt wird. Sarah Strasser, eine verantwortliche Person beim Caritasverband, plädiert für eine angemessene Bezahlung und bessere staatliche Förderung. Die pädagogische Begleitung der Freiwilligen ist ein wichtiger Bestandteil des BFD, und Seminare bieten Möglichkeiten zur Themenwahl und Vernetzung. Das wird immer relevanter, denn die Zunahme psychischer Beschwerden bei jungen Freiwilligen zeigt, dass intensivere Begleitung notwendig ist. Ältere Freiwillige bringen wertvolle Erfahrungen mit, die sie an die Jüngeren weitergeben.
Ein Blick in die Zukunft
Ab September werden wieder Plätze im BFD bei der Caritas im Bistum Eichstätt frei, vor allem in Seniorenheimen und anderen sozialen Bereichen. Interessierte können sich direkt an Sarah Strasser oder Elke Rager wenden. Es bleibt spannend, wie sich der Bundesfreiwilligendienst in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird. Die Nachfrage bleibt eines der großen Themen, und die Einrichtungen werden weiterhin gefordert sein, kreative Lösungen zu finden.
Es ist eine Zeit des Wandels, der Herausforderungen, aber auch der Möglichkeiten. Der BFD hat sich als wertvolle Plattform erwiesen, um Menschen – egal ob jung oder alt, aus dem Inland oder Ausland – eine Perspektive zu geben, einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten und dabei selbst zu wachsen. In einer Welt, die sich ständig wandelt, bleibt der BFD ein wichtiger Anker und ein Ort, an dem soziale Verantwortung gelebt wird.
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