Am 1. Juli feiert der Bundesfreiwilligendienst (BFD) sein 15-jähriges Bestehen – ein Grund zur Freude und zur Rückschau auf eine Erfolgsgeschichte in der Diözese Eichstätt. Rund 662 Personen haben seit der Einführung des Dienstes erfolgreich diesen Weg bei katholisch-sozialen Einrichtungen eingeschlagen. Laut Sarah Strasser, Koordinatorin beim Diözesan-Caritasverband Eichstätt, gibt es einige wesentliche Faktoren, die den Erfolg des BFD auszeichnen.

Für viele Freiwillige ist der BFD ein echtes Sprungbrett: Über 60 von ihnen nutzen die Zeit, um spätere Ausbildungsplätze oder berufliche Tätigkeiten zu finden. Ein Großteil der Freiwilligen ist jung, denn mehr als 500 sind unter 27 Jahre alt. Die Altersbandbreite reicht dabei von der jüngsten Teilnehmerin, die erst 15 Jahre alt ist, bis zum ältesten Freiwilligen, der 69 Jahre zählte. In den letzten Jahren hat sich die Zahl der Incoming-Freiwilligen aus dem Ausland ebenfalls erhöht, was sich positiv auf die Vielfalt und den Austausch in den Einrichtungen auswirkt.

Aktuelle Situation im BFD

Derzeit sind in den rund 50 Einsatzstellen des BFD im Bistum Eichstätt gut 50 Plätze verfügbar, wovon durchschnittlich 95 Prozent belegt sind. Aktuell engagieren sich 55 Freiwillige in etwa 30 Einrichtungen. Doch nicht alles läuft reibungslos: Einige der Einrichtungen, insbesondere in der Behindertenhilfe und den Kitas, haben mit den Kosten von rund 800 Euro pro Dienstleistenden zu kämpfen und sind oft auf Unterstützung angewiesen. Die Freiwilligen wiederum erhalten ein umfassendes Paket aus Taschen-, Wohn- und Verpflegungsgeld in Höhe von 825 Euro.

Strasser setzt sich zudem für ein Positionspapier mit dem Titel „Vision 2030“ ein, das einen Rechtsanspruch auf einen BFD-Platz sowie höhere staatliche Zuschüsse fordert. Diese Maßnahmen wären dringend nötig, um die positive Entwicklung der letzten Jahre fortzusetzen und neue Freiwillige zu gewinnen.

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Herausforderungen für junge Freiwillige

Trotz der hohen Zufriedenheit unter den Freiwilligen gaben insbesondere die Jungen vermehrt psychische Beschwerden an. Diese Entwicklung macht eine intensive Begleitung notwendig. Strasser sieht hier Anpassungsbedarf, etwa in Form von Teilzeitmodellen, um den individuellen Bedürfnissen der Freiwilligen besser gerecht zu werden.

Die Erfolge des BFD in der Diözese Eichstätt sind beispielhaft für eine Initiative, die nicht nur den Freiwilligen zugutekommt, sondern auch den vielen sozialen Einrichtungen, die auf ehrenamtliche Helfer angewiesen sind. So wird der BFD weiterhin ein wichtiges Bindeglied zwischen Jung und Alt, ein Ort des Lernens und der Entfaltung sowie eine wertvolle Lebensschule für viele.

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