Heute ist der 1.06.2026 und der Landkreis Ebersberg steht in den Startlöchern für eine wichtige Veranstaltung, die sich um ein oft unterschätztes, aber äußerst relevantes Thema dreht: die Gesundheit der Halsschlagader. Dr. Heiko Wendorff, Chefarzt der Gefäßchirurgie am Klinikum Ebersberg München Ost, wird am 10. Juni einen Vortrag halten, der nicht nur informativ, sondern auch lebensrettend sein könnte. Denn die Halsschlagader, auch Carotis genannt, hat die wichtige Aufgabe, unser Gehirn mit Blut zu versorgen. Verengungen dieser Adern können fatale Folgen haben und zu Schlaganfällen führen – ein Thema, das uns alle betrifft.

Jedes Jahr erleiden in Deutschland etwa 270.000 Menschen einen Schlaganfall, wobei der Großteil dieser Fälle auf Durchblutungsstörungen im Gehirn zurückzuführen ist. Besonders alarmierend ist, dass etwa 15 Prozent der ischämischen Schlaganfälle durch eine Verengung der Halsschlagadern, also Carotisstenosen, verursacht werden. Das ist nicht einfach nur eine medizinische Statistikkategorie – das sind potenzielle Schicksale, die durch Prävention und rechtzeitige Behandlung verändert werden können.

Risikofaktoren im Blick

Die Risikofaktoren, die zu Schäden an der Halsschlagader führen können, sind vielfältig. Diabetes, hoher Blutdruck, erhöhte Cholesterinwerte und Rauchen sind die Hauptverdächtigen. Besonders der systolische Blutdruck sollte im idealen Bereich von 120 bis 130 mmHg liegen. Wer hier die Kontrolle verliert, riskiert nicht nur seine Halsschlagader, sondern auch seine allgemeine Gesundheit. Nikotin, das wir alle aus dem Alltag kennen, schädigt die Gefäßwände, und ein Umstieg auf Vapes ist auch keine Lösung. Da kann man nur sagen: „Hör auf damit!“

Eine Carotisstenose erhöht die Flussgeschwindigkeit des Blutes und damit das Risiko eines Schlaganfalls. Ein wichtiges Warnsignal ist „Amauris fugax“ – eine flüchtige Blindheit auf einer Seite. Wer solch ein Symptom bemerkt, sollte sofort zur Untersuchung der Halsschlagader gehen. Oft kann die Diagnose durch eine Ultraschalluntersuchung gestellt werden, und in vielen Fällen geschieht dies sogar durch den Hausarzt. Im Landkreis Ebersberg gibt es das Präventionsprojekt INVADE, das kostenlose Untersuchungen für bestimmte Versicherte anbietet. Eine tolle Initiative, die man nicht außer Acht lassen sollte!

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Symptome und Behandlung

Die Symptome eines Schlaganfalls sind häufig verheerend. Lähmungserscheinungen einer Körperhälfte, Gesichtssymptome wie ein herabhängender Mundwinkel oder Sprachstörungen sind typische Anzeichen. Plötzlicher Schwindel, oft begleitet von Übelkeit und Erbrechen, kann ebenfalls ein Alarmzeichen sein. Sehstörungen bis hin zur Erblindung sind nicht auszuschließen. In solchen Fällen gilt: Sofort den Notarzt unter 112 rufen! Je schneller, desto besser.

Im Krankenhaus wird dann die Ursache der Symptome untersucht – häufig mittels Ultraschall, CT-Angiographie oder MR-Angiographie. Bei einer Carotisstenose über 70 Prozent ist eine Behandlung unabdingbar, während asymptomatische Carotisstenosen mit einem Risiko von unter 1 Prozent pro Jahr für einen Schlaganfall eher nachlässig überwacht werden können. Doch Vorsicht: Hochgradige Verengungen (über 80 Prozent) oder eine Zunahme im Ultraschall verlangen nach sofortiger Intervention.

Prävention und gesunde Lebensweise

Was kann man also tun? Vorsorgemaßnahmen sind das A und O: Blutdruckkontrolle, Rauchstopp, Behandlung erhöhter Blutfette und Diabetes sowie eine gesunde Ernährung – vielleicht mal die mediterrane Kost ausprobieren? Auch regelmäßige körperliche Aktivität, mindestens drei Mal pro Woche für 30 Minuten, macht einen großen Unterschied. Das klingt vielleicht nach viel, aber die eigene Gesundheit ist es doch wert!

In Anbetracht dieser Informationen wird der Vortrag von Dr. Wendorff sicherlich eine spannende und aufschlussreiche Veranstaltung sein. Wer also noch keine Pläne hat für den 10. Juni, sollte sich den Termin rot im Kalender anstreichen. Es könnte sich als lebensverändernd herausstellen – ganz im Sinne der Prävention und der Verantwortung für die eigene Gesundheit.