Am 10. Juni ist es endlich soweit: Dr. Heiko Wendorff, Chefarzt der Gefäßchirurgie am Klinikum Ebersberg München Ost, lädt zu einem informativen Vortrag über die Gesundheit der Halsschlagader und die Operation von Carotisstenosen ein. Der Abend verspricht spannende Einblicke in ein Thema, das nicht nur für die älteren Generationen von Bedeutung ist. Schließlich versorgt die Halsschlagader (Carotis) das Gehirn mit lebenswichtigem Blut. Verengungen in diesen Gefäßen können fatale Folgen haben – wie etwa Schlaganfälle, die oft aus heiterem Himmel kommen.

Ein Schlaganfall ist eine der gravierendsten Erkrankungen und kann jeden treffen. Das Besondere an der Carotisstenose ist, dass sie häufig lange Zeit unbemerkt bleibt. Die Verengung der Halsschlagader geschieht in der Regel durch atherosklerotische Plaques, die sich aus Cholesterin und anderen Substanzen zusammensetzen. Wenn diese Ablagerungen über 60 bis 70 Prozent der Gefäße verengen, steigt das Risiko für einen Schlaganfall erheblich. Vorboten können Symptome wie kurzzeitige Lähmungen, Sprachverlust oder sogar kurzfristige Blindheit sein.

Risikofaktoren im Blick

Dr. Wendorff wird in seinem Vortrag vier zentrale Risikofaktoren thematisieren, die zur Entstehung von Gefäßschäden beitragen: Diabetes, Bluthochdruck, erhöhtes Cholesterin und Rauchen. Diabetes kann die Blutgefäße schädigen, während ein erhöhter Blutdruck – idealerweise sollte der systolische Wert zwischen 120 und 130 liegen – die Gefäßwände angreift. Hohe Cholesterinwerte führen dazu, dass sich Ablagerungen in den Gefäßen bilden, und nicht zuletzt ist der vollständige Verzicht auf Zigaretten notwendig, um die Gefäße zu entlasten. Es ist erstaunlich, wie sehr Lebensstilentscheidungen unsere Gesundheit beeinflussen können!

Ein Warnsignal, das man nicht ignorieren sollte, ist das sogenannte Amaurosis fugax – eine flüchtige Blindheit auf einer Seite, die auf eine akute Gefahr hinweisen kann. Wer solche Symptome bemerkt, sollte sofort einen Arzt aufsuchen. Die Diagnose erfolgt oft durch eine Ultraschalluntersuchung, die viele Hausärzte anbieten. Im Landkreis Ebersberg gibt es das Präventionsprojekt INVADE, das kostenlose Untersuchungen für bestimmte Versicherte anbietet. Ein echter Gewinn für alle, die auf ihre Gesundheit achten wollen!

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Behandlungsmöglichkeiten

Nach der Diagnose – die in der Regel eine interdisziplinäre Entscheidung über die Notwendigkeit einer Operation nach sich zieht – können verschiedene Behandlungsansätze in Betracht gezogen werden. Für viele Patienten sind konventionelle Therapien der erste Schritt. Diese beinhalten die Optimierung der Risikofaktoren, wie die Senkung von Blutdruck und Cholesterinwerten, sowie die Raucherentwöhnung. Manchmal kommen auch Blutgerinnungshemmer wie Aspirin oder Clopidogrel zum Einsatz. Und natürlich spielt auch die Ernährung eine entscheidende Rolle, ebenso wie regelmäßiges Training.

Falls die Verengung jedoch über 70 Prozent beträgt oder bereits Schlaganfallvorboten aufgetreten sind, kann eine operative Therapie notwendig werden. Hierbei stehen die chirurgische Plaqueentfernung oder die Stent-Angioplastie zur Auswahl. Bei letzterer wird die Plaque an die Gefäßwand gedrückt und mit einem Stent fixiert – eine Methode, die sich in vielen Kliniken bewährt hat. Die chirurgische Behandlung erfolgt üblicherweise in Vollnarkose oder lokaler Betäubung und gilt in den meisten Zentren als Goldstandard.

Der Vortrag von Dr. Wendorff findet am 10. Juni um 18 Uhr im Speisesaal des Klinikums Ebersberg München Ost statt. Eine Voranmeldung ist nicht nötig, was den Zugang für Interessierte sehr erleichtert. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, sich über die eigene Gesundheit zu informieren – denn wie heißt es so schön? Vorbeugen ist besser als heilen!

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